Widgets Magazine
04:37 22 August 2019
SNA Radio
    Bosch-Betrieb in Russland

    Präsident von Bosch in Russland Overstolz ist auf das Ergebnis stolz

    © Sputnik / Natalja Pawlowa
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Natalia Pawlowa
    3273

    Bosch zeigt ein stabiles Wachstum auf dem russischen Markt. Der Umsatz im Jahr 2018 erreichte 1,2 Millionen Euro, die Investitionen beliefen sich auf 21 Millionen Euro. 2020 werden die 400 Werke des Riesenkonzerns die ersten sein, die keine CO2-Emission mehr verursachen. Präsident von Bosch in Russland, Hansjürgen Overstolz, im Sputnik-Gespräch.

    In einer schwierigen wirtschaftlichen und politischen Situation konnte die Gesellschaft ihre Position auf dem russischen Markt behaupten. Bosch hat in Russland im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro (91 Milliarden Rubel) Umsatz gemacht und ist damit leicht gewachsen. Die ausgewählte lokale Produktionsstrategie liefere hervorragende Ergebnisse, sagte Hansjürgen Overstolz.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Dieselskandal: Bosch zahlt 90 Millionen Euro Bußgeld<<<

    „Wir sind mit dem Ergebnis des vergangenen Jahres zufrieden. Auch in diesem schwierigen Umfeld, in dem uns wir zurzeit befinden, haben unsere 3700 Mitarbeiter gute Arbeit geleistet, und wir haben 21 Millionen Euro in die Entwicklung und Modernisierung unserer Fertigung investiert. Laut der führenden russischen Online-Recruiting-Plattform HeadHunter gehören wir zum Top-3 unter einhundert besten Arbeitgebern Russlands. Wir haben es zum ersten Mal geschafft, und wir sind darauf sehr stolz.“

    2017 wurde ein Abkommen zwischen dem Verband der Industriellen und Unternehmer Russlands (RSPP) und dem Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft unterzeichnet. Es geht um die Einführung der europäischen Technologien für Digitalisierung und Innovationen in die russische Wirtschaft, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

    „Dieser Dialog dient dazu, die Zusammenarbeit auf allen Ebenen, politisch und wirtschaftlich, zu verstärken, um Erfahrungsaustausch auf dem Feld der Digitalisierung und Innovation zu betreiben. Es soll den Transformationsprozess der russischen Wirtschaft beschleunigen. Dazu dient der Austausch zwischen deutschen und russischen Firmen, und er hilft am Ende beiden Seiten. Im letzten Jahr haben wir eine Reise gemacht unter Führung von RSPP -Vize-Präsidenten Alexander Schochin nach Deutschland, wo die russische Delegation  verschiedene deutsche Firmen besucht hat und sehr begeistert zurückgekehrt ist. Wir sind auf dem guten Weg.“

    Bosch will schon ab 2020 klimaneutral sein. CO2-Emission wird in allen 400 Werken des globalen deutschen Technologiekonzerns weltweit im nächsten Jahr auf  null gesetzt, sagte Overstolz.

    „Das Pariser Abkommen von 2015 sieht vor, das die CO2-Emission auf  zwei Prozent begrenzt wird, besser auf 1,5 Prozent. Bis 2050 sollte man CO2-neutral arbeiten. Bosch versucht, dieses Ziel schon früher zu erreichen, um zu zeigen, dass es möglich ist. Wir sollen bis 2020 diese CO2-Neutralität herstellen. Da laufen 500 Projekte bei Bosch, auch in Russland. Kurzfristig werden wir die s.g. grüne Elektrizität bis 40 Prozent steigern, langfristig werden wir an dem Anteil der erneuerbaren Energien arbeiten. Wir wollen die Energieausnutzung deutlich steigern – 1,7 Terawattstunden unseres Energieverbrauches herausnehmen. Das ist ein hoher Anteil und es entspricht dem Energieverbrauch meiner Heimatstadt  Köln.  Dieses Programm läuft auch in Russland, beispielsweise in Samara ist geplant, einen Windgenerator zu installieren.“

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Weltweite Stagnation am Automarkt 2019 erwartet – Bosch<<<

    Bosch ist seit 25 Jahre mit einer Gesellschaft in der Russischen Föderation tätig (in Wirklichkeit kamen Bosch-Produkte in Russland schon 1904 auf) und ist heute mit sieben Werken im Land vertreten. In der Stadt Engels (Gebiet Saratow) hat Bosch sogar vier Produktionsstätten. Zwei Drittel der Produkte aus dem Werk zur Herstellung von Zündkerzen gehen nach Europa. In Samara werden Antiblockiersysteme ABS und elektronische Stabilitätsprogramme ESP für Autos hergestellt, 50 Prozent davon werden exportiert. Die Bosch-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, vom klassischen Modell eines Ausrüstungslieferanten auf das Modell eines Softwarelieferanten überzugehen.

    „Wir werden auch 2019 unsere Strategie auf Lokalisierung und moderne Produktion fortsetzen. Im vergangenen Jahr haben wir 21 Millionen Euro investiert. Der Bau von neuen Werken in der fernen Zukunft ist nicht ausgeschlossen, wenn das Geschäft wächst. Dazu muss auch die russische Wirtschaft sich erholen und selbst weiter wachsen“, so Präsident von Bosch in Russland, Hansjürgen Overstolz.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Investitionen, Zusammenarbeit, Arbeitgeber, Markt, CO2-Emissionen, Robert Bosch GmbH, Produktion, Russland