05:32 20 Juni 2019
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    Gründer des chinesischen IT-Unternehmens Huawei, Ren Zhengfei

    Trotz Handelsstreits: Huawei-Gründer lehnt Maßnahmen gegen „Lehrmeister“ Apple ab

    © AP Photo / Vincent Yu
    Wirtschaft
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    Der Gründer des chinesischen IT-Unternehmens Huawei, Ren Zhengfei, ist nach eigenen Worten gegen mögliche chinesische Verbote Apples als Antwort auf die Informationspolitik der USA.

    Das US-Handelsministerium hatte Mitte Mai den chinesischen Telekommunikationsriesen auf die schwarze Liste gesetzt und ihm damit den Zugang zum Erwerb von Komponenten und Technologien aus US-amerikanischer Produktion versperrt. Zudem steht Huawei auf der Liste der Unternehmen, die keine Deals mit US-Unternehmen lizenzfrei tätigen dürfen. Google hat bereits die Zusammenarbeit mit Huawei in den Bereichen eingestellt, die die Übergabe von Ausrüstungen und Software sowie technische Dienstleistungen vorsehen – ausgenommen allgemein zugängliche, offen lizenzierte Software.

    „[…] Wenn es so etwas [wie Antwortmaßnahmen, Anm. d Red.] geben sollte, werde ich der erste sein, der dagegen auftritt… Apple ist mein Lehrer, dieses Unternehmen ist führend. Wieso soll ich, ein Lehrling, gegen meinen Lehrmeister aufbegehren? Niemals“, sagte Ren Zhengfei gegenüber der Agentur Bloomberg. Damit bezog er Stellung zur Frage, ob Huawei auf die Handlungen der USA mit einem Zugangsverbot am chinesischen Markt reagieren könnte.

    Laut dem Huawei-Gründer wird das Unternehmen trotz der durch die US-Administration angeordneten Exportbeschränkungen, die seine zweijährige Spitzenstellung beeinträchtigen würden, entweder die Lieferungen von Chips aus eigener Produktion erweitern oder alternative Lösungen finden, um seine Überlegenheit in der Produktion von Smartphones und Ausrüstungen für 5G-Netze zu bewahren.

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    Tags:
    Bloomberg, Apple, Google, Huawei, Ren Zhengfei, USA, China