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08:45 21 September 2019
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    SUV-Coupé Renault Arkana bei der Autoshow in Moskau (Archiv)

    Fusion mit Fiat und Einstieg in Premiumklasse? Marketingleiter von Renault in Russland gibt Auskunft

    © REUTERS / Evgenia Novozhenina
    Wirtschaft
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    Der französische Automobilhersteller Renault versucht offenbar, sich durch neue Modelle in Russland weiter nach oben zu positionieren. Dazu und zu der möglichen Fusion der Marke mit dem Konzern „Fiat Chrysler“ hat sich der Marketingleiter von Renault in Russland, Francisco Hidalgo-Marques,  in einem Interview mit Sputnik geäußert.

    Renault präsentierte auf der Moskau Autoshow vor nkapp zwei Wochen sein neues Modell Arkana, das – obwohl speziell für den russischen Markt entwickelt – auch das Interesse von Käufern auf der ganzen Welt weckt. Dem analytischen Unternehmen IHS Markit zufolge kann der neue SUV-Coupé weltweit auf knapp 30.000 Einheiten kommen, nachdem er ab 2020 auch in Südamerika angeboten wird.

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    Dieses Fahrzeug könnte allerdings auch einen weiteren Zweck erfüllen: Offenbar schielt das französische Traditionsunternehmen durch neue Modelle wie den Arkana in Russland zumindest in Richtung Premium.

    Der Marketingleiter von Renault in Russland, Francisco Hidalgo-Marquez, sprach mit Sputnik über die Strategie von Renault, über die mangelnde Konkurrenzfähigkeit des Autoherstellers mit Automarken der Premium-Klasse und über eine mögliche Vereinigung mit dem Konzern „Fiat Chrysler“.

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    Bezüglich des neuen SUV-Coupés „Arkana“ teilte Hidalgo-Marquez mit, dass dieses Modell nicht nur in Russland verkauft werden soll: „Russland wird eines der ersten Länder sein, in denen wir anfangen werden, es zu produzieren und zu verkaufen. Dann werden wir den Export (dieses Modells – Anm. d. Red) in die GUS-Länder beginnen. Eine andere Version des gleichen Modells wird in Südkorea für den lokalen Markt und andere asiatische Länder hergestellt werden.“ 

    Zu einer möglichen Fusion mit dem Fiat-Chrysler-Konzern sagte er: „Fiat ist daran interessiert, und Renault prüft sein Angebot, es ist alles offiziell. Gegenwärtig kann ich Ihnen dazu nicht mehr sagen. Ja, wir sind sehr gefragt in Bezug auf neue Technologien und Elektrofahrzeuge, wir sind führend in Europa.“

    Hidalgo-Marquez hat zudem andere Gründe angeführt, weswegen Verhandlungen über die Fusion zwischen den Konzernen geführt werden. So ist er der Ansicht, dass  Autohersteller „nicht wettbewerbsfähig“ sein könnten, „ohne groß zu sein“.

    „Zweifellos ist auf dem globalen Automobilmarkt heutzutage das Produktionsvolumen wichtig. Wenn man die Investitionen in die Entwicklung von elektrischen und (spritbetriebenen – Anm. d. Red) Fahrzeugen und in die Entwicklung neuer Technologien berücksichtigt, um wettbewerbsfähig zu sein, ist es notwendig, (als Unternehmen – Anm. d. Red.) groß zu sein.“

    „Was wir gemeinsam mit Nissan entwickelt haben, das hat uns jetzt mit Mitsubishi, Lada und Dacia wettbewerbsfähig gemacht“, so der Marketingleiter von Renault in Russland.

    Was die Bedeutung der Größenordnung auf dem Automobilmarkt angeht, soll Renault, das keine elitäre Automarke sei und auch nicht danach strebe, eine zu werden, die Zusammenarbeit mit Premium-Automobilherstellern wie Infiniti und Mitsubishi vorziehen.

    „Wir sind Teil der Allianz vieler (Fahrzeugmarken – Anm. d. Red.), unter denen es Marken gibt, die zur Premium-Klasse zählen, wie etwa  Infiniti, einige Mitsubishi-Modelle. Renault zielt darauf ab, einen Platz auf dem Automobilmassenmarkt zu behaupten, wo wir anerkannt sind und wo das Unternehmen eine Benchmark vorgibt. Wir sind führend auf diesem Markt in Europa und in vielen Ländern“, betonte Hidalgo-Marquez.

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    Tags:
    Zusammenarbeit, Mitsubishi, Infiniti, Marktkonkurrenz, Konkurrenz, Konkurrenzkampf, Wettbewerb, Entwicklung, Investitionen, Automobilmarkt, Europa, Elektrofahrzeuge, Technologien, Angebot, GUS, Export, SUV, Strategie, Fahrzeug, Markt, Interview, Sputnik, Konzern, Chrysler, FIAT, Fusion, Russland, Russland, Renault, Autohersteller