13:05 28 Oktober 2020
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    Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA untersuchen chinesische Klein- und Mittelunternehmen die Möglichkeit, ihre Produktionsstätten nach Russland zu verlegen. Das teilte He Zhenwei, Chef der chinesischen Assoziation für Unternehmensentwicklung im Ausland (CODA), im Vorfeld des Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums mit.

    Laut He Zhenwei basiere der Handel zwischen den USA und China überwiegend auf der Kooperation zwischen klein- und mittelständischen Unternehmen. Doch diese würden derzeit auf Schwierigkeiten stoßen, da die USA die Zölle auf 25 Prozent angehoben haben.

    Der Warenhandel mit Russland falle dagegen hauptsächlich auf Großunternehmen. Unter den aktuellen Bedingungen sollen kleine und mittelständische Firmen sich um ihre Existenz kümmern und nach Wegen in Russland suchen.

    „Wir könnten die Produktion nach Russland verschieben. Von dort aus könnten die Waren sowohl in die USA als auch nach Europa verkauft werden“, sagte He Zhenwei.

    Anfang Juli hatten die USA Zölle in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden US-Dollar in Kraft gesetzt. Betroffen waren 818 Produkte. Peking reagierte mit Vergeltungszöllen im gleichen Umfang. Im August verhängte Trump neue Strafzölle auf Waren aus China im Wert von rund 16 Milliarden US-Dollar, China reagierte wieder mit entsprechenden Maßnahmen.

    >>>Mehr zum Thema: So viel muss die Welt für den US-chinesischen Handelskrieg blechen – Bloomberg<<<

    Seitdem überziehen sich die beiden Großmächte mit Straf- und Vergeltungszöllen.

    Als Hauptargument für seinen Handelskrieg nutzt Trump die negative Handelsbilanz der USA, die für 2017 ein offizielles Defizit von 566 Milliarden Dollar aufwies.

    >>>Mehr Artikel: USA wollen anderen Staaten den Verzicht auf russische Waffen bezahlen<<<

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    Tags:
    Zölle, Firmen, Handelskrieg, USA, Russland, China