02:08 01 April 2020
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    In Russland könnten in naher Zukunft 15 Schiffe für Nassbaggerung und die Ufersanierung gebaut werden. Eine solche Initiative hat ein russisches Unternehmen aus Sankt Petersburg ergriffen. Die Experten sind jedoch skeptisch, was die Effizienz dieses Projekts betrifft.

    Das Privatunternehmen „Investiziji. Inschiniring. Stroitelstwo“ („Investitionen. Engineering und Bau“, weiter I.E.B.genannt) hat sich bereit erklärt, 20 Milliarden Rubel in den Bau von Saugbaggern für den Einsatz in der Ostsee sowie im Asowschen und Schwarzen Meer zu investieren. Bis 2022 sollen 15 Schiffe gebaut werden.

    Andrej Muschkarew, der Direktor des Unternehmens, meint, dass die ausländischen Auftragnehmer in den letzten Jahren bereits mehr als eineinhalb Milliarden Dollar für die Bodenvertiefung in Russlands Gewässern bekommen hätten, denn Russland habe bis heute keine eigenen Saugbagger entwickelt. Beispielsweise wurde die Hafenbeckenvertiefung am Hafen Sabetta auf der sibirischen Jamal-Halbinsel mithilfe der zwei niederländischen Großunternehmen Van Oord und Boscalis ausgeführt, so „Kommersant“.

    Jedenfalls bleibt bis heute die Frage aktuell, ob die Eröffnung eines privaten Großunternehmens für den Saugbaggerbau in Russland gewinnbringend sei oder ob man lieber die größeren Konzernen wie „Rosmorrechport“ (Föderale See- und Flußagentur) und „Rosatom“ (Föderale Agentur für Atomenergie Russlands) mit heranziehen sollte. Laut „Kommersant“ gibt es heutzutage in der Praxis nur fünf große Marktakteure in der Welt, die Saugbagger produzieren. Eine der wichtigsten Herausforderungen in diesem Geschäftsbereich bleibe, wie diese Schiffsflotte nach ihrem Einsatz zu unterhalten sei.

    Das Projekt von I.E.B. sei auf Interesse in der russischen Regierung gestoßen, habe aber keine finanzielle Unterstützung bekommen, erzählte Andrej Muschkarew. Der Staat werde das Privatunternehmen nur mit Steuervergünstigungen und billigen Krediten unterstützen. Auch werde erwartet, dass I.E.B. Auträge von den zwei Spitzenunternehmen der russischen Wirtschaft „Nowatek“ und „Gazprom“ bekommen werde.

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    Tags:
    Wirtschaft, Gewässer, Schiffsbau, Russland