18:33 05 Dezember 2019
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    Siemens-Hauptquartier in Moskau (Archivbild)

    Siemens-Chef für Industriepolitik Europas im Wettstreit mit Trump & Co

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    Wirtschaft
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    Siemens-Chef Joe Kaeser hat Europa vor dem Hintergrund der protektionistischen Politik der USA zu einer gemeinsamen Industriepolitik aufgerufen, teilte die Agentur Reuters mit.

    Diese sei nötig, um gegen die Größten in der Welt bestehen zu können, sagte Kaeser auf dem Wirtschaftstag des Wirtschaftsrats in Berlin. Jedes Land habe eine industriepolitische Größe. „Und Amerika hat Donald Trump”, fügte er hinzu. Dieser stehe für eine Wirtschaftspolitik, die man nicht unterschätzen dürfe.

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    „Wir dürfen nicht vergessen, dass der amerikanische Präsident seinen Willen bekommt in einem unilateralen Ansatz, der die Weltwirtschaft aus den Fugen treibt”, zitiert Reuters Kaeser.

    Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, wie eigentlich die deutsche Industriepolitik aussehe. „Ja gut wir streiten uns darüber, wie viele Zeilen wer in welcher Branche bekommt”, bemängelte Kaeser mit Blick auf die Kritik an der „Nationalen Industriestrategie 2030” von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Der Industrieverband BDI bemängelt, dass damit der Mittelstand vernachlässigt wird und der Staat eine zu aktive Rolle in der Wirtschaft übernehmen würde.

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    Zuvor war berichtet worden, dass Joe Kaeser die SPD wegen Plänen der Partei für eine Grundrente attackiert hatte. „Wer eine bedarfsneutrale Grundrente fordert, hat die Berechtigung zum Regieren unseres Landes verloren”, sagte der Siemens-Chef beim Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrats. Es gehe ihm dabei nicht in erster Linie um Beispiele wie das einer Arztgattin, die nach dem SPD-Modell eine Grundrente erhalten würde, sondern es gehe um eine „Geisteshaltung”, so Kaeser nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur.

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    Tags:
    Donald Trump, USA, Europa, Siemens, Deutschland