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05:23 24 Juli 2019
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    OMV-Hauptstandort in Wien (Archiv)

    OMV soll Anteil an größtem Gasfeld Russlands kaufen

    CC BY 3.0 / DanielZanetti / Wikimedia Commons
    Wirtschaft
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    Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV und der russische Konzern Gazprom haben eine Zusammenarbeit im Bereich Flüssiggas (LNG) vereinbart. Gazprom soll OMV im Jahr 2020 über das LNG-Terminal in Rotterdam mit 1,2 Milliarden Kubikmetern LNG beliefern.

    Eine entsprechende Absichtserklärung haben der OMV-Vorstandsvorsitzende Rainer Seele und Gazprom-Chef Alexej Miller am Freitag beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg unterzeichnet.

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    Er habe erfahren, so Seele, dass das Flüssiggas aus Russland konkurrenzfähiger sei im Vergleich zu Flüssiggas aus anderen Quellen. Der Vertrag hat eine Frist von einem Jahr und kann verlängert werden.

    „Wir erhalten seit mehr als 50 Jahren zuverlässige Gaslieferungen aus Russland. Jetzt weiten wir unsere Zusammenarbeit auf LNG aus“, sagte der OMV-Chef laut einer Pressemitteilung. „Dies wird zur Diversifizierung der Bezugsquellen beitragen und uns helfen, die Versorgungssicherheit in Europa zu gewährleisten.“

    Außerdem haben sich OMV und Gazprom auf einen Kaufpreis von 905 Millionen Euro für einen Anteil am sibirischen Gasfeld Urengoi geeinigt – einer der größten Lagerstätten der Welt. Es geht um einen knapp 25-prozentigen Anteil.

    Der Erwerb sei noch an verschiedene Bedingungen geknüpft, wie etwa die Zustimmung des OMV-Aufsichtsrates, die finale Einigung mit Gazprom über die Transaktionsdokumente sowie behördliche Genehmigungen, teilte das Wiener Unternehmen am Freitag mit. Endgültig besiegeln wollen die beiden Konzerne das Geschäft bis zum Ende des Jahres.

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    Tags:
    Gasfeld, Gas, Österreich, Russland, Gazprom, OMV