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09:52 22 August 2019
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    Dollar und Euro (Symbolbild)

    Wegen US-Politik: Euro macht dem Dollar als Reservewährung stärker Konkurrenz

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    Wirtschaft
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    Der Euro hat seinen Status als zweitwichtigste internationale Reservewährung gefestigt, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse der Europäischen Zentralbank (ECB) ergab.

    Der Anteil des Euro lag demnach Ende 2018 bereinigt um Wechselkurseffekte bei 20,7 Prozent. Ende 2017 waren es nur 19,5 Prozent.

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    Dollar und Euro
    © Sputnik / Mihail Kutuzov
    „Seit seiner Einführung vor 20 Jahren blieb der Euro als zweitgrößte Reservewährung nach dem Dollar unangefochten, doch ließ seine Nutzung nach der Weltfinanzkrise nach“, so die ECB auf ihrer offiziellen Webseite.

    Der Dollar bleibt jedoch mit einem Anteil von 61,7 Prozent im Jahr 2018 die mit Abstand am meisten genutzte Reservewährung. Allerdings ist dies der niedrigste Stand seit der Einführung des Euro an den Finanzmärkten im Jahr 1999. Vor der Finanzkrise hatte der Anteil noch rund sieben Prozentpunkte höher gelegen.

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    „Es sind vor allem die Diversifizierung und Lösung vom Dollar, wovon der Euro profitiert“, erklärte Benoit Coeure aus dem EZB-Direktorium bei der Vorstellung des Reports.

    Demzufolge können Besorgnisse über einseitige US-Sanktionen ein anderer Faktor sein, der für die Diversifizierung der Währungsbestände bei „einigen Zentralbanken“ verantwortlich sei. Als Beispiel führte Coeure Russland und China an, die ihre Dollarbestände reduziert haben.

    mo/reuters

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    Tags:
    Reservewährung, Währung, Euro, Entdollarisierung, Dollar-Diktatur, US-Dollar, Europa, EU, China, USA, Russland