06:42 16 Juni 2019
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    Frachtschiff bei dem Hafen in Miami (Archiv)

    USA-China-Konflikt: Wirtschaftler warnen vor dauerhaftem Schaden an Welthandel

    © AFP 2019 / Joe Raedle/Getty Images
    Wirtschaft
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    Der Handelskonflikt zwischen den USA und China könnte nach Einschätzung von Volkswirten die internationalen Wirtschaftsbeziehungen dauerhaft beschädigen.

    „Die goldenen Jahre der Globalisierung sind vorbei”, kommentiert Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. „Die Konjunktur im Exportland Deutschland wird weiter vor sich hin dümpeln.”

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    Krämer ist überzeugt: „Finden die USA und China keinen Modus vivendi, droht die Weltwirtschaft über die Jahre in eine westliche und östliche Sphäre zu zerfallen. All diese Risiken haben sich wie Mehltau auf die Weltwirtschaft gelegt.”

    Ökonomen Gabriel Felbermayr sieht in der Verunsicherung durch Trumps Handelspolitik aktuell das größte Risiko für die Weltkonjunktur.

    „Das Hauptproblem ist die Unsicherheit, die Trump schafft. Man weiß nicht, welches Land demnächst in sein Visier gerät”, sagte der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW/Kiel) der Deutschen Presse-Agentur.

    Dieser Schaden sei „wahrscheinlich deutlich größer als der, der tatsächlich durch Zölle verursacht wird”, sagte Felbermayr.

    Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW/Berlin), Marcel Fratzscher, nennt den Handelskonflikt eine „massive globale Wachstumsbremse”. Zu leiden hätten vor allem exportabhängige Volkswirtschaften wie Deutschland.

    In manchen Branchen zeigen sich bereits deutliche Bremsspuren. „Wir stehen möglicherweise vor einer kompletten Neuvermessung der Weltwirtschaft”, analysiert Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater. „Insbesondere im Bereich höherwertiger Technologie wird die Globalisierung zurückgedreht. Das bedeutet enorme Unsicherheiten und Anpassungskosten für außenwirtschaftlich orientierte Unternehmen.”

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    Vor knapp einem Jahr, am 15. Juni 2018, verhängte US-Präsident Donald Trump erste Strafzölle auf Waren aus China. Es war der Auftakt zu einem sich hochschaukelnden Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. China reagierte mit Gegenmaßnahmen.

    msch/dpa

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    Welthandel, Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Handelskrieg, Deutschland, USA, China