12:33 19 November 2019
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    Handelshafen Los Angeles (Archivbild)

    EU beklagt Rekordzahl an Handelsbarrieren: Vor allem China, Russland und die USA

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    Wirtschaft
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    Die Europäische Union (EU) beklagt eine Rekordzahl an internationalen Handelsbarrieren. Im vergangenen Jahr seien in Drittstaaten 45 neue Maßnahmen zum Schutz der eigenen Wirtschaft in Kraft getreten. EU-Unternehmen entstünden dadurch Schäden in Milliardenhöhe.

    Die Gesamtzahl ungerechtfertigter Handels- und Investitionshemmnisse belaufe sich auf 425, was einem neuen Rekordhoch entspreche, teilte die EU-Kommission am Montag mit. EU-Unternehmen entstünden dadurch Schäden in Milliardenhöhe.

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    Als ein Beispiel nannte die Brüsseler Behörde die US-Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumexporte. Zugleich betonte sie, dass die meisten Handels- und Investitionshemmnisse von China und von Russland zu verantworten seien. So zählte die EU zuletzt rund 37 solcher Maßnahmen Chinas, 34 von Russland. Insgesamt hatten nach EU-Angaben im vergangenen Jahr 59 Staaten dieser Barrieren in Kraft.

    DIHK: Deutscher Export leidet

    „Protektionismus ist im Außenhandelsgeschäft weiterhin auf dem Vormarsch“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur (DPA) den Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer. Das spürten international tätige deutsche Unternehmen deutlich. Schließlich hingen ein Viertel der Jobs und jeder zweite Arbeitsplatz in der Industrie vom Welthandel ab.

    Laut aktueller Umfrage des DIHK geben 46 Prozent der Betriebe an, seit dem letzten Jahr von neuen Handelshemmnissen betroffen zu sein. Die Exporterwartungen seien auch deswegen so niedrig wie seit 10 Jahren nicht mehr, hieß es. Die EU müsse sich für die Stärkung der Welthandelsorganisation WTO einsetzen und den Mittelstand bei der Umsetzung von Freihandelsabkommen unterstützen.

    dpa/mw

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    Tags:
    Protektionismus, Barrieren, Zölle, Handel, EU, USA, China, Russland