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06:21 12 November 2019
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    Wirtschaftsminister Peter Altmaier am Tag der Deutschen Industrie (TDI)

    Gastransit: Wirtschaft und Altmaier pochen auf russisch-ukrainischen Vertrag

    © AFP 2019 / JOHN MACDOUGALL
    Wirtschaft
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    Der Streit rund um Nord Stream 2 bleibt ein Dauerthema. Vor dem Hintergrund des Staatsbesuches des neuen ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski in Berlin dürfte er neue Aktualität bekommen. Unterdessen haben sich Vertreter der deutschen Wirtschaft und Wirtschaftsminister Peter Altmaier klar in Bezug auf die Transit-Problematik positioniert.

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dringen die deutsche Wirtschaft und Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf einen baldigen russisch-ukrainischen Gastransitvertrag.

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    Wie Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Ostausschusses/Ostverein der deutschen Wirtschaft (OAOEV), am Montag betonte, sei ein solcher Vertrag zwischen Moskau und Kiew aus wirtschaftlicher Perspektive bis zum Jahresende extrem wichtig.

    Die Bundesregierung sollte dies einen Tag vor dem Antrittsbesuch des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski in Berlin am Dienstag klar machen.

    „Wir hoffen daher, dass die durch die Bundesregierung vermittelten Gespräche bald greifbare Resultate erzielen und der zum Jahresende auslaufende Vertrag ersetzt wird“, so Büchele.

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier erklärte in diesem Zusammenhang, dass der Gastransit durch die Ukraine „auch nach 2019 weitergehen und sichergestellt werden“ müsse.

    Insbesondere für Deutschland sei ein geregelter Transit-Vertrag wichtig, da die Bundesrepublik russisches Gas über Pipelines beziehe, die in der Ukraine verlegt sind.

    Im Zusammenhang mit der Transit-Problematik ist vor allem der Bau von Nord Stream 2 extrem umstritten. Die Bundesregierung unterstützt das Projekte, das mehr russisches Gas nach Westeuropa befördern soll.

    Die Ukraine, aber auch Polen und die USA versuchen, Nord Stream 2 zu verhindern.

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    Die Ostsee-Pipeline wird durch russische und europäische Firmen unter Führung des russischen Gaskonzerns Gazprom gebaut. Beteiligt ist neben anderen europäischen Firmen auch die BASF-Tochter Wintershall.

    SB/ng

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    Tags:
    Staatsbesuch, Wladimir Selenski, Wolodymyr Selenskyj, Peter Altmaier, Russland, Deutschland, Ukraine, Transitweg, Gastransit, Transit, Pipeline-Projekt Nord Stream 2, Nord Stream 2 AG, Nord Stream 2, Nord Stream-2, Nord Stream