09:50 15 November 2019
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    Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 in Ostsee

    US-Fondschef zu Nord Stream 2: Zu spät für Washingtons Einmischung

    © Foto: Nord Stream 2 / Axel Schmidt
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    Das Ringen um Europas Energie – Alles Wichtige zu Nord Stream 2 (60)
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    Washington kann laut dem Chef des US-Fonds Principal Investors Kyle Shostak die Umsetzung des Gaspipelineprojekts Nord Stream 2 nicht mehr verhindern, obwohl es weiterhin Schwierigkeiten bereiten kann. Diese Meinung äußerte der Top-Manager am Freitag gegenüber RIA Novosti.

    In Bezug auf die US-Gesetzentwurfe, die Sanktionen gegen die mit Nord Stream 2 verknüpften Länder und Unternehmen vorsehen, verlautbarte Shostak:

    „Das politische Ziel dieser Gesetzesvorlagen ist sehr einfach: Nord Stream 2 zu stoppen“. Man greife zu allen Mitteln, um alle möglichen Menschen, die mit dem Projekt in Verbindung stehen, zu treffen.

    Viele Punkte in diesen Gesetzvorlagen seien jedoch „deklarativ“, meinte Shostak. Denn die USA könnten die unterschiedlichen Meinungen der Europäer zu dem Projekt nicht ignorieren.

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    „Wir kennen die Position Deutschlands, das sich dem amerikanischen Druck stark widersetzt. Und die meisten Europäer, mit der möglichen Ausnahme Dänemarks… unterstützen dieses Projekt“, fuhr der Top-Manager fort.

    Man könnte natürlich versuchen, die Pipeline zu verhindern. Allerdings habe Nord Stream 2 einen wirtschaftlichen Nutzen und „es ist schwierig, mit der Wirtschaft zu kämpfen“, erklärte Shostak. Er erinnerte daran, dass sich zahlreiche Unternehmen am Bau beteiligen und damit Geld verdienen würden.

    Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Finanziert wird sie zur Hälfte vom russischen Staatskonzern Gazprom. Die andere Hälfte bezahlen fünf europäische Energieunternehmen: die BASF-Tochter Wintershall, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und die französische Engie.

    Die US-Regierung hat wiederholt Kritik an dem Projekt geübt – ihrer Auffassung nach macht sich Europa zu sehr von russischen Energielieferungen abhängig.

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    Deutsche Regierungsvertreter wollen entgegen dem amerikanischen Druck an Nord Stream 2 festhalten. Die Bundesregierung hatte wiederholt mitgeteilt, dass es sich um ein rein wirtschaftliches Projekt handelt, das die Energiesicherheit Deutschlands und Europas erhöhen werde.

    Auch Moskau stellte wiederholt klar, dass das Projekt nur wirtschaftliche Interessen pflege und gegen kein anderes Land gerichtet sei.

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    Themen:
    Das Ringen um Europas Energie – Alles Wichtige zu Nord Stream 2 (60)
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    Kyle Shostak, Principal Investors, Sanktionen, Nord Stream 2, Dänemark, Russland, USA, Deutschland