19:03 29 Oktober 2020
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    Bayer steigt bei der US-Biotechfirma Century Therapeutics ein und verstärkt sich damit in der Immunzelltherapie von Krebs. Der Leverkusener Konzern übernimmt 215 Millionen Dollar von einer Investition über 250 Millionen in Century, wie Bayer am Montag mitteilte.

    Der Rest kommt von der Investmentgesellschaft Versant Ventures sowie der Fujifilm Cellular Dynamics, eine Tochter der japanischen Fujifilm. Sie hatten Century 2018 im Rahmen einer strategischen Partnerschaft gegründet, um Immuneffektorzellen für die Krebstherapie zu entwickeln. Zu der Höhe des Pakets, das Bayer an Century übernimmt, äußerte sich eine Unternehmenssprecherin nicht. Es handele sich aber um einen Minderheitsanteil.

    Vier Programme

    Der Pharma- und Agrarchemiekonzern erhält im Zuge der Investition Rechte an vier Programmen, die sich alle noch in der präklinischen Entwicklung befinden und damit noch weit von einer möglichen Zulassung entfernt sind. Century hat sich auf sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) spezialisiert, die unbegrenzt vermehrt und gezielt in organspezifische Zellen ausgereift werden können. Mit ihnen sollen Zelltherapien der nächsten Generation zur Behandlung von Krebs entwickelt werden. Der japanische Wissenschaftler Shinya Yamanaka erhielt 2012 den Medizin-Nobelpreis für die Entwicklung der Methode zur Erzeugung von iPS-Zellen.

    ai/rtr

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    USA, Deutschland, Medizin, Bayer