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    Strom in Deutschland (Archiv)

    Zu wenig Strom: Deutschland benötigte Hilfe aus dem Ausland

    © AFP 2019 / Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
    Wirtschaft
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    In Deutschland wurde im Juni weniger Strom produziert als benötigt. Das haben die Netzbetreiber jetzt bekannt gegeben. Das deutsche Stromnetz war an mehreren Tagen überlastet.

    „Die Lage war sehr angespannt und konnte nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden“, teilten die Übertragungsnetzbetreiber am Dienstag mit. Die Gründe für das starke Ungleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch seien noch nicht geklärt. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte darüber berichtet.

    Unvorhergesehene Leistungsschwankungen im Stromnetz sind nach Angaben der Bundesnetzagentur nicht ungewöhnlich. Um sie ausgleichen zu können, setzen die Übertragungsnetzbetreiber die für den Notfall bereitgehaltene Regelenergie ein. Am 6., 12. und 25. Juni habe der Bedarf an dieser Regelenergie im Schnitt 6 Gigawatt betragen, teilten die Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Herz und TransnetBW mit. Das sei doppelt so viel gewesen, wie vertraglich bereitgestanden habe.

    Die Netzbetreiber mussten deshalb zusätzliche Stromlieferungen an der Strombörse und im Ausland beschaffen sowie auf Angebote von Unternehmen zurückgreifen, ihren Stromverbrauch gegen Bezahlung abzuschalten. Als Konsequenz aus den Engpässen haben die Netzbetreiber inzwischen die ausgeschriebene Menge der sogenannten Minutenreserve zur Netzstabilisierung verdoppelt.

    mw/dpa

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    Tags:
    Lieferung, Strom, Deutschland