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    Wirtschaftsvertreter nennen Hauptgrund für verschlechterte deutsch-amerikanische Beziehungen

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    Wirtschaft
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    Die Beziehungen zwischen Berlin und Washington waren schon mal besser. Vertreter der deutschen Wirtschaft sehen das Verhältnis zunehmend belastet und fordern ein Ende der Eskalation.

    Der Hauptgrund für die sich zunehmend verschlechternden Beziehungen ist laut dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und der EU.

    „Für die Unternehmen hat ein Ende der handelspolitischen Eskalationsspiralen höchste Priorität“, so Schweitzer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

    Die EU solle sich daher „geschlossen und entschlossen“ für ein Zollabkommen mit den USA einsetzen „und (auf) den Erhalt einer funktionsfähigen Welthandelsorganisation hinarbeiten“.

    Der Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham), Frank Sportolari, sagte in diesem Zusammenhang:

    „Die deutsch-amerikanischen Beziehungen, besonders die Wirtschaftsbeziehungen, stehen grundsätzlich auf einem starken Fundament. Dennoch gerät das Erfolgsmodell dieser Beziehungen aus Sicht der AmCham-Germany-Mitgliedsunternehmen immer stärker unter Druck.“

    Diese pessimistischen Bewertungen der deutsch-amerikanischen Beziehungen werden nur einen Tag vor einer fünftägigen USA-Reise von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) laut. Dieser soll am Sonntag in die Vereinigten Staaten fliegen. Auf dem Programm des Besuchs stehen Gespräche im Silicon Valley, der Heimat vieler IT-Giganten und Hightechfirmen, sowie in Washington.

    Altmaier will außerdem in Alabama das Mercedes-Werk besuchen.

    ng/dpa

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    Tags:
    Handelsabkommen, Zollgebühren, Wirtschaft, Beziehungen, Peter Altmaier