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01:55 12 November 2019
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    Deutsche Bank Zentrale in Frankfurt am Main

    Deutsche Bank streicht 18.000 Jobs

    © REUTERS / Kai Pfaffenbach
    Wirtschaft
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    Die Deutsche Bank plant im Zuge ihrer Umstrukturierung bis 2022 den Abbau von rund 18.000 Stellen. Das teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Sonntag nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

    Dadurch sollen die bereinigten Kosten um etwa sechs Milliarden Euro auf dann 17 Milliarden fallen, um wieder profitabler zu werden. Bis 2022 soll die Rendite (ROTE) auf acht Prozent zulegen.

    Verlust von 2,5 Milliarden

    Die Bank will sich aus dem weltweiten Aktiengeschäft zurückziehen und ihr Handelsgeschäft verkleinern. Wegen der Kosten für den Umbau schreibt sie im zweiten Quartal einen Verlust von 2,8 Milliarden Euro nach Steuern.

    Bis Ende 2022 rechnet der Vorstand mit Belastungen von insgesamt 7,4 Milliarden Euro durch den Umbau - allein drei Milliarden wurden im zweiten Quartal verbucht. Diese will die Bank aus eigener Kraft stemmen und ohne erneute Kapitalerhöhung auskommen. Die Aktionäre sollen deshalb für 2019 und 2020 keine Dividende erhalten. Zudem will das Geldhaus seine Kapitalpolster abschmelzen - künftig setzt es sich eine harte Kernkapitalquote (CET 1) von mindestens 12,5 Prozent zum Ziel, nachdem bislang mindestens 13 Prozent angestrebt wurden.

    Interne „Bad Bank”

    Die Deutsche Bank gründet zudem eine interne „Bad Bank”, um Bilanzpositionen abzuwickeln, die aus den Geschäftsfeldern stammen, die aufgegeben oder verkleinert werden sollen. Diese Positionen umfassen 74 Milliarden Euro an Bilanzrisiken (RWA) - ein Fünftel des Gesamtbestandes.

    Dadurch will das Institut Luft für Investitionen in ihren Kern-Bereichen bekommen. Zu diesen zählt sie das Geschäft mit Unternehmenskunden, das Finanzierungsgeschäft, das Geschäft mit Fremdwährungen, das Beratungs- und Emissionsgeschäft, das Privatkundengeschäft sowie die Vermögensverwaltung mit der Fondstochter DWS.

    ai/rtr

     

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    Tags:
    Deutsche Bank