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13:07 18 Juli 2019
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    USA droht baldiger Zahlungsverzug wegen niedriger Steuereinnahmen – Experten

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    Wirtschaft
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    Die Vereinigten Staaten können Anfang September aufgrund niedriger Steuereinnahmen in Zahlungsverzug geraten, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf den Bericht des Bipartisan Policy Center (BPC).

    Analytiker betonen, dass die USA die Staatsschuldenquote bereits Anfang September übersteigen könnten, sollte der Kongress nicht die Entscheidung treffen, sie zu erhöhen. Zuvor hatten Experten prognostiziert, dass die Vereinigten Staaten diese Marke erst im Oktober oder November 2019 überschreiten würden.

    Grund seien die zu niedrigen Steuereinnahmen, die im Vergleich zum Vorjahr nur um drei Prozent, und damit um drei Prozent weniger als erwartet, gestiegen sind.

    Zudem geht das Unterhaus des US-Parlaments am 26. Juli in die Ferien. Die Frage der Anhebung der Schuldenobergrenze wurde jedoch bis dato nicht aufgeworfen.


    Die Regierung sollte nicht ohne entsprechende Entscheidung über die Staatsverschuldung in den Urlaub gehen, riet der Chef der wirtschaftspolitischen BPC-Abteilung Shai Akabas. Andernfalls laufe Washington Gefahr, die Erfüllung seiner Darlehensverpflichtungen nicht zu gewährleisten.

    Anfang 2019 hatte die US-Staatsverschuldung erstmals in der Geschichte 22 Billionen Dollar überstiegen. Darüber hinaus wuchs das Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten für das Geschäftsjahr 2018 um 17 Prozent auf 779 Milliarden US-Dollar. Man rechnet damit, dass es bis 2020 die Marke von einer Billion knacken wird. Dabei dürfte sich das  Wachstum der Staatsverschuldung weiter beschleunigen, da die Staatsausgaben der Regierung überhaupt nicht kontrolliert würden.

    wf/ae

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    Tags:
    Staatsschulden, Steuern, Staatsverschuldung, USA