09:55 12 Dezember 2019
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    Reinigungskraft (Symbolbild)

    Neue Studie: 2,9 Millionen deutsche Haushalte beschäftigen Putzfrau schwarz 

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    Wirtschaft
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    Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) lassen knapp 90 Prozent der deutschen Haushalte, die eine Reinigungskraft beschäftigen, ihre Wohnung schwarz putzen, meldet die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag.

    „Geht man von rund 41 Millionen Haushalten insgesamt aus, beschäftigten im Jahr 2017 über 3,3 Millionen Haushalte gelegentlich oder regelmäßig eine Hilfe - und knapp 2,9 Millionen Haushalte ließen schwarz reinigen und einkaufen“, erklärte der Verhaltensökonom und Wirtschaftsethiker des IW, Dominik Enste.

    Enste hat die Schwarzarbeit bei Reinigungskräften in der besagten Studie untersucht.

    Seinen Angaben zufolge ist der Anteil der Schwarzarbeit durch die steuerliche Absetzbarkeit von haushaltsnahen Dienstleistungen sowie der vereinfachten Anmeldung über die Minijobzentrale zwar von rund 93 Prozent im Jahr 2005 auf zuletzt 88,5 Prozent im Jahr 2017 zurückgegangen. Allerdings sei der „Arbeitsplatz Privathaushalt“ noch immer weit davon entfernt, ein normaler Arbeitsplatz zu werden - dabei nähmen seit Jahren relativ konstant rund acht Prozent aller Haushalte Hilfe in Anspruch.

    Enste geht davon aus, dass die Zahlen sowohl für 2018 als auch für 2019 weitgehend unverändert ausfallen.

    Grund für die Zahlen könnte die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt für Reinigungskräfte sein, meinen andere Experten. Vielerorts sei kaum noch Personal zu finden.  

    Deshalb lassen sich offenbar eine Vielzahl von Haushalten auf unlautere Abrechnungsmodelle ein, um überhaupt jemanden zu bekommen.

    Schwarzarbeit ist zwar illegal, aber kaum jemand von den Bürgern scheint das zu jucken. Denn obwohl die Strafen dafür zwar hoch sind, ist die Gefahr erwischt zu werden, dabei relativ gering.

    am/gs/dpa

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    Studie, Deutschland