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05:41 20 Oktober 2019
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    Blockchain-Technologie (Symbolbild)

    Chancen der Blockchain-Technologie für Österreich und Russland – Wiener Sozialforscher

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
    Wirtschaft
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    Mit der Blockchaintechnologie haben laut Daniel Witzeling, Leiter des Humaninstituts in Wien kleine Länder wie Österreich, das durch Initiative des Altkanzlers Kurz fast zum Blockchainland wurde, und auch Russland, das für seine Programmierer und IT-Techniker bekannt ist, Chancen, am Weltmarkt neue Schritte im technologischen Wachstum zu setzen.

    Nicht von ungefähr erwägt die russische Notenbank eine goldgedeckte Kryptowährung, die bei internationalen Ausgleichszahlungen zum Einsatz kommen könnte. Auch Österreich ist auf dem Sektor der neuen Blockchain-Technologie aktuell auf dem Weg in die internationale Spitze. Kryptowährungen könnten eine Riesenalternative zum bestehenden Bankensektor, zum Dollar und zur amerikanischen Dominanz insgesamt werden, sagte Witzeling im Sputnik-Interview.

    „Wir haben Fallstudien aus Österreich, beispielsweise der Firma Crypto Future in Wien, die zeigt, dass mit dieser Technologie Klein- und Mittelunternehmen Chancen haben, untereinander handeln zu können.“

    Oder auch seien Produkte in der Landwirtschaft rückverfolgbar, so so der Experte, „das heißt, wenn Wassermelonen beispielsweise produziert werden, kann der Endverbraucher durch die Blockchaintechnologie sehen, woher seine Melone kommt, von wem sie angebaut wurde. Und das ist natürlich eine Riesenchance neben der Kryptowährung für Klein- und Mittelunternehmen, sich auch am Weltmarkt durchzusetzen.“

    Risiken der Internetgelder für Investoren und Nutzer

    Natürlich werde unter der Überschrift der Kryptowährungen auch viel Negatives gemacht, gibt der Experte zu.

    „Es gibt doch Täuscher und Tarner, die natürlich versuchen, die Menschen kriminell auszubeuten. Aber was wir jetzt in Österreich sehen, wo es starke Arbeitsplätze für die gesamte Blockchaintechnologie gibt, ist, dass man Firmen hat, die das seriös machen, Es geht darum, dass die Technologie für den Nutzer transparent ist und die Daten transparent gespeichert werden. Da haben natürlich die klassischen Experten nicht viel Freude mit der neuen Blockchaintechnologie, weil sie das alte System über den Haufen wirft.“

    Der technologische Fortschritt sei weltweit dermaßen rasant, so Witzeling weiter, dass man es auch an der Firma Tesla in Amerika sehe, dass die alten Bankensysteme und das alte Wirtschaftssystem überdacht werden müsse. „Es müssen die Menschen wieder die Chance haben, ein nachvollziehbares Geldsystem zu haben, und da wäre die Kryptowährungstechnologie interessant, um klassische Wege ins neuere Zeitalter reinzubringen.“

    Dies sei sicher eine Option, bei der der Weltmarkt aufgemischt werden könne, urteilt der Sozialforscher. „Und gerade die junge Generation tut sich mit den neuen Währungen sehr leicht, handelt mit Bitcoins und anderen Dingen. Natürlich gibt es bei ihr jetzt Kursschwankungen, aber es kann sich durchaus über Langzeit stabilisieren.“

    Digitale Währung ist schon Usus

    Gerade in der neuen jungen Generation, die mit Handys aufgewachsen und im Internetzeitalter sehr weit sei, so der Psychologe, „ist ein Geist, ein ganz anderer Hirnmechanismus im Gange. Sie denken schon in dieser Kryptowährung, in anderen Zahlungsformen, zahlen nunmehr per Handy, gar nicht mehr mit Bargeld. Ihnen ist im Vergleich zur alten Generation, die Bargeld braucht oder Gold daheim, die digitale Währung schon Usus. Für sie ist Geld nunmehr Mittel zum Zweck, um Urlaub zu buchen und die Wohnung zu mieten.“

    Quanten
    © Flickr / NASA Goddard Space Flight Center

    Da transformiere sich einiges, fügt Witzeling hinzu. „Man sieht das ja auch bei den jüngeren Russen, die digital sehr stark in Österreich unterwegs sind. Das ist ein Mainstream schon, ein Gedankenveränderungsprozess im Gange, an den alten Währungen und alten Denkweisen vorbei. Das ist immerhin ein ganz großer Umbruch, der in den nächsten fünf bis zehn Jahren sehr rasant stattfinden wird.“

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    Tags:
    Österreich, Russland, Blockchain