SNA Radio
    Deutschland (Archivbild)

    „Gewitterwolken ziehen über Deutschlands Wirtschaft auf“: Arbeitslosigkeit als schlechtes Omen

    CC0
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    30685
    Abonnieren

    Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) gestiegen und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern zurückgegangen. Aus der Sicht der Nachrichtenagentur Bloomberg zeugt das davon, dass die nachlassende Wirtschaftsdynamik nun auch den Arbeitsmarkt beeinflusst.

    Die Arbeitslosenzahl stieg der BA zufolge im Juli um 59.000 auf 2.275.000. Laut Bloomberg sind in Deutschland 2,283 Millionen Menschen arbeitslos.

    Anstieg der Arbeitslosigkeit: Vor allem jahreszeitlich bedingt?

    Ein Anstieg der Arbeitslosenzahl ist für den Sommer üblich. Allerdings – bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Juli ein leichtes Plus um 1.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet, so die BA.

    Die Arbeitslosenquote beträgt in Deutschland zwar nur fünf Prozent, was Bloomberg zufolge beinahe rekordniedrig ist. In der größten Wirtschaft Europas ist die Arbeitslosenzahl demnach aber im Laufe von bereits drei Monaten nicht gesunken.

    „Gewitterwolken über Deutschlands Wirtschaft“

    „Die Zahlen deuten an, dass Gewitterwolken über Deutschlands Wirtschaft aufziehen. Rege Ausgaben der privaten Haushalte sind eine wichtige Wachstumsstütze für die deutsche Wirtschaft“, schreibt die Agentur am Donnerstag auf ihrer offiziellen Webseite.

    Die Herstellung stecke in einer tiefen Krise, die durch internationale Handelsstreitigkeiten und die weltweite Nachfrageschwäche verschlimmert worden sei.

    Deutsche Unternehmen planen laut Bloomberg-Angaben weniger Einstellungen. Hersteller wollen demnach mehr Stellen abbauen als schaffen. Die Geschäftserwartungen seien im Juli auf das niedrigste Niveau seit 2009 gestürzt.

    Laut einem Bericht der Bundesanstalt für Arbeit erzielte die Hamburger mit 3718 Euro brutto, gefolgt von Baden-Württemberg (3651 Euro), Bremen (3475 Euro) und Bayern (3449 Euro) das bundesweit höchste Durchschnittseinkommen.

    mo/sb

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Deutschland