04:09 17 November 2019
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    U-Bahn in Deutschland (Archiv)

    Erste deutsche Stadt bekommt Gleistüren in U-Bahn

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    Wirtschaft
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    Laut Informationen von Beamten und Medien wird diese Stadt als erste in Deutschland in der U-Bahn den Bahnsteig gegenüber dem Gleisraum mit hohen Türen abgrenzen.

    Mit Bahnsteigtüren werden bald U-Bahnhöfe der bayerischen Hauptstadt ausgestattet, gaben die Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Stadtwerke München (SWM) am Freitag bekannt. Sie veröffentlichten auch ein Bild des Pilotprojekts.

    Pilotprojekt für Bahnsteigtüren am Olympiazentrum (Visualisierung)
    Pilotprojekt für Bahnsteigtüren am Olympiazentrum (Visualisierung)

    2023 soll am U-Bahnhof Olympiazentrum ein Probebetrieb starten. Die Ausstattung des kompletten U-Bahnsystems wird nach der Einschätzung von MVG und SWM viele Jahre in Anspruch nehmen. Die möglichen Kosten würden aus heutiger Sicht auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt.

    München wird dann Medienberichten zufolge zur ersten deutschen Stadt, die Bahnsteigtüren an der U-Bahn bekommt. Die Türen werden sich nur öffnen, wenn ein Zug im Bahnhof steht. Dadurch sollen die Sicherheit und die Stabilität des Betriebs erhöht werden.

    Bahnsteigtüren

    U-Bahnhöfe haben in vielen Ländern Bahnsteigtüren, wie etwa in Frankreich, Russland, Großbritannien, Singapur, Japan oder China. Gleistüren gibt es auch in Deutschland bereits bei Bahnen, beispielweise bei den Hängebahnen in Düsseldorf und Dortmund.

    Die Station Majakowskaja der Metro Sankt Petersburg wurde 1967 eröffnet und verfügt über Bahnsteigtüren (Archivbild)
    © Sputnik / Alexander Galperin
    Die Station Majakowskaja der Metro Sankt Petersburg wurde 1967 eröffnet und verfügt über Bahnsteigtüren (Archivbild)

    Die Konstruktionen dienen vor allem der Sicherheit der Fahrgäste. Darüber hinaus beschränken sie Zugluft im Gleisbereich und ermöglichen dadurch die Klimatisierung des Bahnsteigs.

    Der U-Bahnhof Shirokane-takanawa im Bezirk Minato der Präfektur Tokio (Archiv)
    Der U-Bahnhof Shirokane-takanawa im Bezirk Minato der Präfektur Tokio (Archiv)

    Tödliche Attacke in Frankfurt

    Immer wieder landen Menschen auf Gleisen mit tödlichen Folgen. Am Montag soll der 40-jährige Habte A., ein aus Eritrea stammender Vater dreier Kinder, am Frankfurter Hauptbahnhof eine gleichaltrige Frau und deren achtjährigen Sohn aus bisher unbekannten Gründen vor einen Zug gestoßen haben. Die Mutter überlebte, der Junge aber wurde von der Bahn erfasst und überrollt. Er starb an Ort und Stelle.

    Diese Tragödie sorgte deutschlandweit für Trauer und Entsetzen, die Heimtücke der Tat für breite Empörung.

    mo/ae

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    Tags:
    U-Bahn, München, Bayern, Deutschland