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    Laut dem Forschungsinstitut IHS Markit weist die deutsche Privatwirtschaft zu Beginn des zweiten Halbjahres das langsamste Wachstum der letzten sechs Jahre auf, meldet die Presseagentur Reuters am Montag.

    Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, fiel in Deutschland im Juli um 1,7 auf 50,9 Punkte, wie das Instutut zu seiner monatlichen Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte. Laut Markit-Ökonom Phil Smith deuten die Zahlen „auf ein schwaches Abschneiden im dritten Quartal hin“.

    Bereits im zu Ende gegangenen zweiten Quartal dürfte Deutschlands Volkswirtschaft nicht mehr gewachsen sein, sagen Experten voraus. Dabei soll es vor allem bei den Exporten und im Dienstleistungssektor kriseln.

    Zu den Ursachen, die die exportabhängige Industrie des Landes belasten, zählen Handelskonflikte, die schwächere Weltkonjunktur und Risiken wie ein harter Brexit.

    Bei den Dienstleistern wuchsen die Geschäfte so langsam wie seit Januar nicht mehr.

    Auch in der gesamten Euro-Zone fiel der Einkaufsmanagerindex im Juli um 0,7 auf 51,5 Punkte.

    Laut Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson bremsten „Handelskonflikte, nachlassendes Wirtschaftswachstum, die rückläufige Nachfrage nach Ausrüstungsinvestitionen, der Einbruch bei den Autoverkäufen und geopolitische Spannungen wie der Brexit“ das Wirtschaftswachstum und sorgten für den „stärksten Rückgang der Industrieproduktion seit über sechs Jahren“. 

    awm/SB

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    Tags:
    Konjunktur, Wirtschaftswachstum, Deutschland