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12:40 19 August 2019
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    Gold (Symbolbild)

    Von Handelskonflikt geprägt: Goldpreis schlägt sechsjährigen Rekord

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    Wirtschaft
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    Am Mittwoch, dem 7. August, ist laut Medien das Gold an der Börse Comex in New York um 1,3 Prozent bis auf 1503,3 Dollar für eine Unze teurer geworden. Somit soll der Goldpreis zum ersten Mal seit 2013 die psychologisch relevante Grenze von 1500 Dollar pro Unze überstiegen haben.

    Dies erfolgte angesichts der Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen den USA und China.

    Am 1. August hat der US-Präsident Donald Trump versprochen, zusätzliche zehnprozentige Zölle auf die aus China importierten Waren ab Herbst einzuführen. Dadurch können die USA das Defizit in ihrer Handelsbilanz mit China um 300 Milliarden Dollar pro Jahr abbauen.

    Die Märkte haben auf diese Erklärung mit Sturz reagiert: Wegen einer befürchteten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums fiel der Ölpreis (binnen 7 Tagen um 10 Prozent bis auf 58,26 Dollar für Barrel); der Index der Moskauer Börse fiel um zwei Prozent. Das Gold ist seither um 5,8 Prozent teurer geworden.

    Die Investoren betrachten Gold als Sparaktiva während der Instabilität, wie einer der größten Portfolioinvestoren gegenüber der Zeitung „Wedomosti“ mitteilte. Und die goldgewinnenden Unternehmen sind in der Regel jenes Instrument, das es ermöglicht, nicht nur am Wachstum der Goldpreise zu verdienen und die Ersparnisse zu erhalten, sondern auch die Rentabilität auf Kosten von Dividenden zu erhalten, so der Generaldirektor eines großen goldgewinnenden Unternehmens.

    Ab dem 1. August ist „Poljus“ (russisches Goldförderunternehmen – Anm. d. Red.) an der Moskauer Börse um 7,7 Prozent teurer geworden und hat den Rekord zur Kapitalisierung aktualisiert – bis auf 923,9 Milliarden Rubel (etwa 12,6 Milliarden Euro). Der Preis für "Polymetal" (russisches Bergbauunternehmen – Anm. d. Red.) an der Londoner Börse ist um 6,8 Prozent bis auf 4,8 Milliarden Pfund Sterling (etwa 5,2 Milliarden Euro) gestiegen.

    „Angesichts der ersten Senkung des Leitzinses des Föderalen Reservesystems (Fed) der USA seit zehn Jahren mehren sich die Gerüchte um eine globale Devalvierung in der Welt“, kommentiert der Analytiker von der analytischen Kredit- und Rankingagentur (AKRA), Maxim Chudalow. Ihm zufolge bedeutet dies, dass das Fortgehen der Investoren zum Gold für den Schutz der Investitionen interessant sein werde.

    „Darüber hinaus zwingt die auf die Verhärtung des Sanktionsdrucks auf die geopolitischen Konkurrenten sowie auf die Verbündeten gerichtete Politik Washingtons die Länder, neue Investitionsquellen zu suchen“, so Chudalow.

    ek/mt

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    Tags:
    Handelskrieg, Wedomosti, Investoren, Gold, China, USA