17:46 09 Juli 2020
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    Wegen der starken Zunahme von Regenwald-Rodungen in Brasilien will die Bundesregierung die Förderung von Projekten zum Schutz von Wäldern und Artenvielfalt in dem Land stoppen.

    „Die Politik der brasilianischen Regierung im Amazonas(-Gebiet) lässt Zweifel aufkommen, ob eine konsequente Reduzierung der Entwaldungsraten noch verfolgt wird”, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) dem Berliner „Tagesspiegel” (Samstag).

    Erst wenn darüber wieder Klarheit herrsche, könne die Projektzusammenarbeit fortgeführt werden.

    Amazonasfond

    In einem ersten Schritt geht es der Zeitung zufolge um einen Betrag von rund 35 Millionen Euro. Aus der internationalen Klimaschutzinitiative des Ministeriums wurden demnach 2008 rund 95 Millionen Euro bereitgestellt. In den sogenannten Amazonasfonds hat die Bundesregierung bisher 55 Millionen Euro einbezahlt.

    Der neue rechtsgerichtete Präsident Jair Bolsonaro will keine weiteren Schutzgebiete ausweisen, mehr Rodungen zulassen und die Amazonasregion wirtschaftlich stärker nutzen. Ratschläge aus dem Ausland verbittet sich der Ex-Militär. Der Amazonas-Fonds mit einem Volumen von knapp 800 Millionen Euro wird von Norwegen und zu einem kleinen Teil auch von Deutschland finanziert. Mit dem Geld sollen die Abholzung des Regenwaldes gestoppt, Aufforstungsprojekte finanziert und die indigene Bevölkerung unterstützt werden. Zuletzt hatten allerdings Pläne Bolsonaros für Ärger gesorgt, die Mittel auch für die Entschädigung von Bauern zu verwenden.

    ai/dpa

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    Tags:
    Amazonasgebiet, Brasilien, Bundesregierung