Widgets Magazine
09:21 21 Oktober 2019
SNA Radio
    Auto-System für Reduzierung der Emission von Bosch (Archiv)

    Bosch gesteht: Firma lieferte Autoteile mit zu hohem Bleigehalt

    © AFP 2019 / THOMAS KIENZLE
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    6555
    Abonnieren

    Das deutsche Unternehmen Bosch hat am Sonntag eingeräumt, Autoteile mit zu hohem Bleigehalt geliefert zu haben.

    Von Bosch bereitgestellte Elektroteile für Autos sollen Komponenten mit Bleimengen enthalten haben, die über den erlaubten Grenzwerten lagen. Mit seinem Statement bestätigte ein Firmensprecher in Stuttgart entsprechende frühere Medienberichte.

    Bosch ist dem Sprecher zufolge „vor einigen Wochen“ auf den Sachverhalt aufmerksam geworden. Die Auslieferung potenziell betroffener Produkte sei daraufhin gestoppt worden. Zur Zahl und genauen Art der Produkte wurden keine Angaben gemacht.

    Autozulieferer Continental gerät unter Druck

    Früher hatte auch ein anderer deutscher Zulieferer, Continental, gestanden, in den vergangenen Jahren elektronische Bauteile für zahlreiche Autos ausgeliefert zu haben, bei denen der Grenzwert für den Bleigehalt überschritten war.

    Continental soll laut einer Pressemitteilung vom 9. August dem Umweltministerium in Niedersachsen einen Maßnahmenplan vorgelegt haben, „mit dem das Unternehmen umgehend den Bleigehalt in einigen seiner elektronischen Bauteile auf gesetzlich vorgeschriebene Höchstmengen gemäß Altfahrzeug-Richtlinie senken will“.

    Teile mit zu hohem Bleigehalt allem Anschein nach nicht gefährlich

    Aus der Sicht des niedersächsischen Umweltministeriums stellen die gelieferten Bauteile keine Gefahr für Mensch und Umwelt dar.

    „Die betroffenen Komponenten sind fest in den Fahrzeugen verbaut und keinem Verschleiß ausgesetzt“, zitieren deutsche Medien die Behörde.

    Bei den Teilen handelt es sich demnach überwiegend um Leiterplatten und darauf montierte Kondensatoren. Das Schwermetall Blei ist für die Umwelt nur dann gefährlich, wenn es sich in Verbindungen löst oder als Staub in die Atemluft gelangt.

    mo/sb/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Robert Bosch GmbH, Deutschland