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    Index der chinesischen Börse Hang Seng

    USA haben China zum Rekordabsturz gebracht

    © REUTERS / ELOISA LOPEZ
    Wirtschaft
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    Das Staatliche Amt für Statistik der Volksrepublik China (National Bureau of Statistics of China) hat laut Reuters wegen der schwachen Daten für Juli die Experten in Erstaunen versetzt. Die Hauptkennwerte sollen sich niedriger als erwartet erwiesen haben, und das Wachstum der Industrieproduktion sei das niedrigste seit 17 Jahren gewesen.

    Die von Reuters befragten Analytiker hatten ein Wachstum von 5,8 Prozent erwartet, was ohnehin niedriger als im Juni (6,3 Prozent) gewesen wäre, doch das Wachstum zeigte nur 4,8 Prozent. Ernsthaft niedriger als erwartet erwiesen sich auch die Angaben zum Einzelhandel – 7,6 statt erwarteter 8,6 Prozent.

    Die Investitionen in das Grundkapital sind seit Jahresbeginn um 5,7 Prozent gewachsen, was  auch unter der Prognose von 5,8 Prozent liegt. Die Anlagen in Immobilien sind um 10,6 Prozent gewachsen, obwohl man mit 10,9 Prozent gerechnet hatte. Als Bereich mit den größten Problemen erwies sich die chinesische Automobilindustrie, wo der Produktionsumfang um 4,4 Prozent schlechter als im Vorjahr war. Die Dynamik der Produktion von Nutzfahrzeugen könne man als Absturz bezeichnen – ein Rückgang um 11,5 Prozent hinsichtlich des Jahres.

    Wie die Experten betonen, zeuge die Situation davon, dass China den Handelskrieg mit den USA schwieriger als sein Opponent erlebe. Die Senkung der Mehrwertsteuer habe Peking nicht geholfen, das Konsumwachstum zu beschleunigen, die Krediteinlagen seien bislang auch nicht effektiv, dazu werde es immer teurer, die Schulden, die bereits 300 Prozent des BIP erreicht haben, zu bedienen.

    Die USA werden zum 1. September zehnprozentige Zölle auf den chinesischen Import von 300 Milliarden Dollar einführen. Die Sanktionen werden erstmals seit dem Ausbruch des Handelskrieges ein breites Spektrum von Konsumwaren betreffen.

    Zuvor, am 13. August, hatte Washington eine teilweise Milderung verkündet – bis zum 15. Dezember sollen von der Liste Smartphone, Notebooks, Spielpaneele, einige Brandmarken von Schuhwerk und Bekleidung ausgenommen bleiben. Von einer Erwärmung in den Beziehungen kann aber noch nicht gesprochen werden. Der US-Präsident Donald Trump erläuterte seinen Beschluss mit der Sorge um US-amerikanische Käufer während des Weihnachtsshoppings und erinnerte Peking daran, dass es seine Einkäufe bei amerikanischen Landwirten erhöhen solle.

    ek/mt

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    Tags:
    Absturz, china, USA