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15:51 20 September 2019
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    Gaslieferung

    Ukraine plant Gaskäufe in Rumänien – Reaktion auf Nord Stream 2?

    © Sputnik / Igor Zarembo
    Wirtschaft
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    Das Ringen um Europas Energie – Alles Wichtige zu Nord Stream 2 (49)
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    Das ukrainische Staatsunternehmen Ukrtransgaz, das auf die Lagerung und den Transport von Erdgas spezialisiert ist, hat bekanntgegeben, mit dem Unternehmen Moldovagaz „notwendige technische Entscheidungen“ getroffen zu haben, um neue Importkapazitäten auf der Grundlage des Transbalkanischen Rohrleitungssystems zu bauen.

    Das Ziel sei, die Routen für die Gaslieferung in die Ukraine zu diversifizieren.

    „Es wird erwartet, dass schon am 1. Januar 2020 eine ständige Kapazität zum Import von 1,5 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr aus Rumänien eingerichtet wird“, ließ das Unternehmen verlauten.

    Zuvor hatte der polnische Regierungssprecher im Bereich Strategische Energieinfrastruktur, Piotr Naimski, die Bereitschaft seines Landes bekundet, in der Ukraine eine Gaspipeline mit einem Durchsatzvermögen von zwei Milliarden Kubikmetern im Jahr zu verlegen.

    Gaspipeline in der Ukraine (Archiv)
    © Sputnik / Alexandr Mazurkewitsch

    Am 31. Dezember 2019 läuft der Vertrag zwischen Russland und der Ukraine über die Lieferung und den Transit von Erdgas ab. Die Ukraine hatte bereits früher bekannt gegeben, ab November 2015 kein Gas mehr in Russland zu kaufen, dabei nutzt Kiew das russische Transitgas, das nur auf dem Papier „europäisch“ ist.

    Die Ukraine verbraucht derzeit rund 30 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr. 20 Milliarden davon entfallen auf die Eigenförderung.

    Sollte die Transitlieferung von russischem Gas eingestellt werden, wird ein Gasdefizit von rund zehn Milliarden Kubikmetern im Jahr entstehen.

    Reaktion auf Nord Stream 2?

    Die verstärkte Suche der Ukraine nach alternativen Enegiezulieferern könnte eine Reaktion des Landes auf das internationale Pipelineprojekt Nord Stream 2 sein.

    Die Pipeline ist bereits sehr weit vorangeschritten. Erst vor kurzem wurde ein wichtiger Schritt vollzogen. Mehrere auf dem Meeresboden liegende Teiltrassen wurden vor Rügen miteinander verbunden und bilden nun eine durchgängige Leitung.

    Zugleich stellt sich Dänemark dem Projekt immer noch in den Weg und verweigert wichtige Genehmigungen.

    Im schlimmsten Fall könnte dies das Projekt um bis zu acht Monate verzögern und Millionen Euro Zusatzkosten verursachen.

    ls/mt

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    Themen:
    Das Ringen um Europas Energie – Alles Wichtige zu Nord Stream 2 (49)
    Tags:
    Rumänien, Dänemark, Ukraine, Pipeline-Projekt Nord Stream 2, Nord Stream AG, Nord Stream 2, Nord Stream-2, Nord Stream 2, Nord Stream