23:10 26 November 2020
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    Russlands größter Ölförderer Rosneft macht sich auf mögliche US-Sanktionen gefasst und plant, Termingeschäfte künftig in Euro statt in US-Dollar abzuwickeln. "Alle neuen Terminverträge für Ölprodukte für den Export werden den Euro als Zahlungswährung haben", sagte ein Insider am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

    Vier weitere mit den Plänen vertraute Experte bestätigten die Angaben. Der Umstieg auf die europäische Gemeinschaftswährung dürfte noch in diesem Jahr erfolgen. Händler seien bereits davon in Kenntnis gesetzt worden, hieß es.

    Rosneft und Tochterunternehmen fördern derzeit rund 40 Prozent des russischen Öls. Der Konzern zählt zu den weltweit führenden Produzenten und Exporteuren. In der ersten Hälfte 2019 produzierte Rosneft 45,8 Millionen Tonnen Ölprodukte – Diesel, Benzin, Heizöl und diverse Petrochemie-Erzeugnisse. Knapp die Hälfte davon wurde nach West- und Südosteuropa sowie nach Asien ausgeführt.

    Russisches Exportöl wird hauptsächlich auf der Basis von Termingeschäften verkauft. Unter den größten Kunden von Rosneft sind British Petroleum (BP) und der schweizerische Rohstoffhändler Glencore.

    am/reuters

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    Tags:
    Pläne, Umstieg, Euro, Ölgeschäft, Rosneft