13:10 12 Juli 2020
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    Das Ringen um Europas Energie – Alles Wichtige zu Nord Stream 2 (68)
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    Der russische Gasgigant Gazprom sieht den Terminplan für den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 vorerst nicht gefährdet. Das teilte der Chef des Finanzdepartments des Konzerns, Alexander Iwannikow, am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz mit.

    Auf die noch ausbleibenden Baugenehmigungen eingehend, äußerte der Manager die Hoffnung, dass die zuvor geplanten Termine eingehalten werden. „Wir sind nicht in der Risikozone“, fügte er hinzu.

    Dänemark ist das einzige Land, das bislang keine Genehmigung für den Bau der Pipeline erteilt hat. Die anderen Ostsee-Anrainer, durch deren Gewässer die Leitung verläuft - Deutschland, Finnland, Schweden, Dänemark und Russland – haben die notwendigen Formalitäten schon längst erledigt.

    Dänemark sträubt sich

    Mehrere Experten sind der Ansicht, dass die Position Kopenhagens das Projekt um Monate hinauszögern und Zusatzkosten in Millionenhöhe verursachen wird.

    Das Projekt Nord Stream 2 sieht die Verlegung von zwei Strängen von der russischen Küste auf dem Grund der Ostsee bis zur Küste Deutschlands parallel zur bereits bestehenden Pipeline Nord Stream vor. Die geplante Durchsatzkapazität beträgt insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Ursprünglichen Plänen zufolge dürfte die Leitung noch im laufenden Jahr fertiggebaut werden.

    Druck Washingtons ohne Ergebnis

    Die USA stehen dem Projekt kritisch gegenüber. Sie üben weiterhin Druck auf die europäischen Länder und insbesondere auf Deutschland aus, um sie zum Verzicht auf den Pipeline-Bau zu bewegen – bislang ohne greifbares Ergebnis.

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    Dänemark, Termin, Bau, Nord Stream-2, Gazprom, Russland