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    Polen, die Ukraine und die USA haben laut RIA Novosti ein Regierungsabkommen über die Kooperation im Bereich der Gas-Lieferungen unterzeichnet.

    Das Abkommen „Über die Kooperation zum Zweck der Festigung der regionalen Sicherheit der Lieferungen von Naturgas“ haben der Vertreter Polens zu Fragen der strategischen Energieinfrastruktur, Pjotr Naimski, der US-Minister für Energie, Rick Perry, und der Sekretär des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine, Alexander Daniljuk, unterzeichnet.

    In dem Abkommen geht es um Kooperation „im Bereich der Reformierung des ukrainischen Gasmarktes, der Infrastruktur des Gasimportes Polens, die ukrainische Infrastruktur der Lagerung und des Exports von amerikanischem Flüssiggas sowie um die Entwicklung von Gas-Konnektoren in der Region“. Das Abkommen sieht zudem die Förderung der Lieferungen vom Naturflüssiggas aus den USA vor.

    Polen kann laut Pjotr Naimski sechs Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr an die Ukraine liefern, wenn die Ukraine Inter-Konnektoren baut. Dies sagte er bei einer Pressekonferenz in Warschau am Samstag.

    „Im Jahr 2021 können wir sechs Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr an die Ukraine liefern“, sagte Naimski.

    „Aktuell sind Lieferungen von Gas im Umfang von 1,5 Milliarden Kubikmetern möglich“, ergänzte er.

    Vor kurzem hatte das polnische staatliche Öl- und Gasunternehmen PGNiG mehrere langfristige Verträge zur Lieferung von Naturflüssiggas aus den USA unterzeichnet. Der 24 Jahre laufende Vertrag mit der US-amerikanischen Firma Cheniere Marketing International sieht vor, dass Polen im Zeitraum von 2019 bis 2022 jährlich etwa 0,52 Millionen Tonnen Flüssiggas und von 2023 bis 2042 – 1,45 Millionen Tonnen Flüssiggas erhält. Der Vertrag mit der US-amerikanischen Firma Venture Global LNG sieht die Lieferung von zwei Millionen Tonnen Flüssiggas im Laufe von 20 Jahren nach Polen vor.

    Der Chef des polnischen Unternehmens, Piotr Woźniak, erklärte, dass das amerikanische Flüssiggas für Polen 20 bis 30 Prozent billiger als das russische Gas sein werde.

    Alle drei Länder kritisieren aktiv das Projekt Nord Stream 2, das den Bau von zwei Gaspipelinesträngen von der russischen Küste über die Ostsee bis nach Deutschland vorsieht. In Kiew zeige man sich besorgt, Einkommen vom Transit des russischen unsichtbaren Energieträgers nach Europa zu verlieren, und in Washington halte man das Projekt für Bedrohung für seine Pläne hinsichtlich des Exportes vom Naturflüssiggas. Polen bezeichne seinerseits das Projekt als „politisch motiviert“.

    Die russischen Behörden hatten mehrmals betont, dass das Projekt Nord Stream 2 einen ausschließlich wirtschaftlichen Charakter habe und auf die Erhöhung der europäischen Energiesicherheit gezielt sei.

    ek/sb/sna

     

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    Nord Stream, Nord Stream 2, Nord Stream AG, Nord Stream 2 AG, Pipeline-Projekt Nord Stream 2, Flüssiggas, Nord Stream-2, Ukraine, USA, Polen