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04:30 23 September 2019
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    Produktion im Werk des russischen Unternehmens Tikhvin Freight Car Building Plant (Archivbild)

    DB setzt auf Qualität: Russische Wagen für die Deutsche Bahn

    © Sputnik / Alexander Utkin
    Wirtschaft
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    Die Deutsche Bahn hat 270 Flachwagen bei der russischen Firma „Tikhvin Freight Car Building Plant“, Teil der russischen „United Wagon Company“ bestellt. Bei der Messe „PRO//Motion.Expo 2019“ in Moskau ist ein Vertrag über 110 Wagen geschlossen worden. Der Test für einen Liefervertrag für 160 Wagen aus dem Jahr 2018 startet bereits jetzt.

    Die Internationale Schienenverkehr-Messe „PRO//Motion.Expo” in Moskau brachte am vergangenen Wochenende neue Vertragsabschlüsse: So wurde zwischen Deutschland und Russland eine weitere Lieferung von Güterwaggons vereinbart.

    Die „United Wagon Company” (UWC), Russlands größter Produzent von Gürterwagen, und die Deutsche Bahn (DB) unterzeichneten einen Liefervertrag über 110 Wagen für den Transport von Schwerlastcontainern, die bis November 2020 auf die Schiene gebracht werden sollen, meldet das russische Unternehmen.

    Der Lieferumfang beläuft sich nun sogar auf 270 Wagen, die von Europas größtem Bahnbetreiber DB im Zuge einer Flottenerweiterung erworben werden: Die russische Firma „Tikhvin Freight Car Building Plant“, Teil der UWC, habe der Deutschen Bahn bereits eine Reihe von Flachwagen zum Test zur Verfügung gestellt, meldete der Außenwirtschaftsverlag OWC. Diese Fahrzeuge sind Teil eines Liefervertrags aus dem Jahr 2018 über 160 Güterwagen.  

    „Bei der Auswahl eines Lieferanten achten wir in erster Linie auf die Qualität des angebotenen Produkts und darauf, ob der Hersteller die Anforderungen der Zertifizierungsstellen und unserer Kunden erfüllt... Ich möchte darauf hinweisen, dass UWC all diesen Anforderungen entspricht“, sagte Uwe Günther, Vorstand des Einkaufs der Deutschen Bahn.

    Die extraleichten 80 Meter langen Containerwagen vom Typ „Sggrs80“ mit einer Ladekapazität von über 100 Tonnen sollen mehrere Monate dauernden Test- und Probeläufen unterzogen werden. Die Wagen, die im Werk in Tichwin etwa 200 Kilometer von Sankt Petersburg hergestellt werden, sollen bis Ende des Jahres nach der TSI-Norm (Technische Spezifikationen für die Interoperabilität) zertifiziert werden.

    Das erfolgt, um sowohl im Hochgeschwindigkeitsverkehr als auch im konventionellen Verkehr ein sicheres und interoperables, also technisch kompatibles, europäisches Bahnsystem zu verwirklichen

    Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist zuständig für die Anerkennung und Überwachung der sogenannten „Benannten Stellen“ (Notified Bodies) in Deutschland, die die Konformität von Eisenbahnprodukten mit dem europäischen Regelwerk bewerten.

     

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    Tags:
    Deal, Wagen, Russland, Deutsche Bahn