SNA Radio
    Rosneft-Logo

    Wegen venezolanischem Öl: Washington erwägt Sanktionen gegen Rosneft

    © Sputnik / Alexey Danitschew
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    214181
    Abonnieren

    Der US-Sondergesandte für Venezuela, Elliott Abrams, hat bei einem Briefing Sanktionen gegen den russischen Ölriesen Rosneft wegen dessen Geschäften mit dem venezolanischen Ölunternehmen PDVSA nicht ausgeschlossen.

    Rosneft verdiene viel Geld beim Handel mit der Bolivarischen Republik, behauptete Abrams.

    „Sie kaufen immer mehr Öl von Venezuela mit einem großen Rabatt und verkaufen im Gegenzug Produkte der Ölverarbeitung. Das heißt, sie helfen Venezuela und bekommen dadurch Gewinne. Irgendwann werden wir doch über eine mögliche Reaktion auf die Aktivitäten von Rosneft entscheiden müssen“.

    Im laufenden Jahr habe Washington die wachsende Abhängigkeit der Behörden in Caracas sowie des staatlichen venezolanischen Ölunternehmens PDVSA von der russischen Regierung und dem Ölkonzern Rosneft beobachtet, so Abrams. Auch die Tatsache, dass der Sitz der europäischen Filiale von PDVSA von Lissabon nach Moskau übergesiedelt sei, sei ein Symbol der wachsenden Beziehungen von Moskau und Caracas.

    „Rechtswidrige Enteignung von Investitionen“

    Rosneft habe in die Öl- und Gasbranche Venezuelas lange vor der Einführung der US-Sanktionen gegen das lateinamerikanische Land investiert, heißt es in einer Mitteilung, die auf der Webseite des russischen Ölunternehmens veröffentlicht wurde.

    Daher werde Rosneft jegliche Versuche, die Rückerstattung seiner Investitionen einzuschränken, als rechtswidrige Enteignung dieser Investitionen einstufen und sich das Recht vorbehalten, seine Investitionen in internationalen Institutionen zu verteidigen.

    Im August hatte US-Präsident Donald Trump die Aktiva der venezolanischen Behörden in den USA per Dekret gesperrt. Von der Sperre wurden unter anderem die venezolanische Zentralbank und das staatliche Ölunternehmen PDVSA betroffen. Das Dekret sieht Sanktionen gegen Ausländer vor, die den sanktionierten Personen oder den Behörden Venezuelas Waren, Dienstleistungen oder Unterstützung geben.

    Das russische Außenministerium hat die US-Ultimaten gegenüber Venezuela als inakzeptabel bezeichnet. Washingtons Vorgehen sei offenbar auf geschäftliche Interessen der US-Energiewirtschaft zurückzuführen, hieß es.

    asch/gs/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    US-Sanktionen, Sanktionen, venezolanische Erdölgesellschaft PDVSA, Energieversorger PdVSA, PDVSA, Rosneft, USA, Russland, Russland, Venezuela