00:58 29 September 2020
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    Der Deutschen Bahn fehlen nach Einschätzung des Bundesrechnungshofs in diesem Jahr mehrere Milliarden Euro. Der Bericht der Behörde an den Bundestag lag der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor.

    „Bereits bis Ende des Jahres 2019 wird eine signifikante Finanzierungslücke von fast drei Milliarden Euro bestehen“, hieß es in dem am Donnerstag unterbreiteten Dokument.

    Sollte ein Verkauf der Auslandstochter Arriva diese Lücke nicht schließen oder das Geschäft nicht zustande kommen, könne die Bahn ihre Investitionen „nicht aus eigener Kraft finanzieren“, heißt es in dem Papier.

    Hinzu kämen weitere finanzielle Herausforderungen wie die Beschaffung neuer Züge, die Digitalisierung der Schiene oder das Projekt Stuttgart 21, die der bundeseigene Konzern „nicht durch operativ erwirtschaftete Cashflows auffangen kann“.

    Wie DB am Donnerstagsmittag bei einer Pressemitteilung erläuterte, lag der Bericht des Rechnungshofes der Bahn zu dieser Zeit noch nicht vor.

    Der Aufsichtsrat werde in seiner Sitzung am 18. September ein Konzept zur Finanzierung der Wachstumsstrategie erörtern.

    „Kurzum, es gibt für milliardenschwere Investitionen in Züge, Infrastruktur und Personal einen klaren Fahrplan. Die finanzielle Stabilität des DB-Konzerns zeigt sich unter anderem auch in dem unverändert guten Rating am Kapitalmarkt“, betonte die Bahn.

    Bereits in einem Sonderbericht im Januar hatte der Rechnungshof den Bund als Eigentümer der Deutschen Bahn aufgefordert, nicht benötigte Unternehmensteile vollständig zu verkaufen.

    msch/sb/dpa

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    Tags:
    Defizit, Bundesrechnungshof, Deutsche Bahn