19:36 23 Februar 2020
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    Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben mit den jüngsten Drohnenattacken ins Herz von Saudi-Arabiens Ölindustrie getroffen, schreibt Reuters am Samstag.

    Nach Auskunft eines Insiders ist die Förderung von fünf Millionen Barrel Rohöl pro Tag betroffen. Das wäre nahezu die Hälfte der Produktion des weltgrößten Ölexporteurs. Das staatliche Fernsehen berichtete dagegen, die Ausfuhren gingen weiter.

    Von dem Ölriesen Saudi Aramco und den Behörden lagen zunächst keine Stellungnahmen dazu vor. Das Innenministerium teilte lediglich mit, die Brände an den beiden Standorten seien unter Kontrolle. Berichte über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht.

    Den Insidern zufolge hat Aramco die Notfallstufe erhöht und ein Krisentreffen abgehalten. Analysten zufolge könnte der Angriff weitreichende Folgen haben.

    „Das ist eine relativ neue Situation für die Saudis“, sagte Kamran Bokhari, Gründungsdirektor des Center for Global Policy mit Sitz in Washington. „Lange Zeit hatten sie keine großen Ängste, dass ihre Ölanlagen aus der Luft getroffen würden.“

    Bob McNally, der den Analysedienst Rapidan Energy Group leitet, urteilte: „Ein erfolgreicher Angriff auf Abqaiq käme einer heftigen Herzattacke für den Ölmarkt und die Weltwirtschaft gleich.

    Trotzdem sieht die Internationale Öl-Agentur IEA bislang keine Versorgungs-Engpässe für die globalen Energiemärkte – diese seien derzeit gut versorgt.

    In der Nacht zum Samstag griffen die jemenitischen Huthi-Rebellen mehrere saudische Objekte mit Drohnen an, darunter die Ölraffinerien in Abqaiq und Churais. Die erste Anlage ist der weltgrößte Ölverarbeitungs-Komplex.

    msch/sb/rtr

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    Tags:
    Erdöl, Öl, Jemen, Huthi, Ölmarkt, Weltwirtschaft, Saudi-Arabien, Saudi Aramco