Widgets Magazine
13:09 14 Oktober 2019
SNA Radio
    Mitarbeiter einer Ölanlage in Duisburg (Archivbild)

    Nach Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien: Keine Engpass-Gefahr bei Öl für Deutschland

    © AFP 2019 / PATRIK STOLLARZ
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    5302
    Abonnieren

    Nach den jüngsten Drohnenangriffen auf die größten Ölraffinerien Saudi-Arabiens erwarten Experten am Montag Turbulenzen an den Weltölmärkten. Die Auswirkungen auf den deutschen Markt dürften aber in Grenzen gehalten werden. Das teilte die Agentur dpa am Sonntag unter Verweis auf den Mineralölwirtschaftsverband (MWV) mit.

    Wie ein Sprecher des Verbandes gegenüber der Agentur erläuterte, bestehe „eine Engpass-Gefahr beim Öl für Deutschland also nicht“.

    „Aus Saudi-Arabien kommt kaum Öl nach Deutschland – 2018 war es ein Prozent“, so der Sprecher.

    Der globale Ölpreis könnte sich zwar kurzfristig erhöhen. „Ob sich das auf deutsche Tankkunden auswirkt, ist aber offen: Andere Länder sind in der Lage, ihre Fördermengen auszuweiten und den Ausfall so zu kompensieren“, hieß es weiter.

    Derzeit ist nach Angaben des MWV der Ölpreis der maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent mit rund 60 US-Dollar je Barrel (159 Liter) im langjährigen Vergleich eher niedrig. Der Preis habe schon mal über längere Zeit bei mehr als 100 US-Dollar gelegen.

    Drohnenangriffe auf Ölraffinerien in Saudi-Arabien

    Die größten Ölraffinerien des staatlichen Öl- und Gasunternehmens Saudi Aramco – im Bezirk Abqaiq im Osten des Landes und in dem östlich von Riad gelegenen Bezirk Churais – waren in der Nacht auf Samstag mit Drohnen angegriffen worden. Die Attacken haben nach offiziellen Angaben aus Riad zu einem Einbruch der Produktionsmenge geführt.

    ns/sb/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Drohnenangriff, dpa, Ölmarkt, Saudi-Arabien, Deutschland