15:13 06 April 2020
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    Der niederländische Arbeitgeberverband (VNO-NCW) hat positiv auf eine gesetzlich verankerte Frauenquote bei Großunternehmen reagiert.

    Der gemeinsame Sozial-Ökonomische Rat (SER) teilte in einer Stellungnahme am Freitag mit, dass in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen mindestens 30 Prozent Frauen sitzen sollen. Im SER, dem führenden Beratungsorgan der niederländischen Regierung in sozial-ökonomischen Fragen, sind Gewerkschaften und Arbeitgeber vertreten. Der Arbeitgeberverband hatte sich bisher gegen eine Frauenquote gestellt. Die Regierung hatte aber den Sozial-Ökonomischen Rat zu der Stellungnahme aufgefordert.

    VNO-NCW-Chef Hans de Boer erklärte im niederländischen Radio: „Wir brauchen eine radikale Trendwende”. Bei den Vorständen soll jedoch zunächst keine Pflicht-Quote eingeführt werden. Laut dem SER-Vorsitzenden Mariette Hamer hat man einen „Durchbruch” erreicht.  

    Die Regierung in Den Haag will noch im Herbst eine Entscheidung über die Frauenquote fällen, da eine 2013 eingeführte freiwillige Richtlinie nicht den erhofften Erfolg gebracht hatte. Unternehmen sollten demzufolge für mindestens 30 Prozent Frauen in ihrer Leitung sorgen. Aktuell sind bei den großen Firmen aber nur 18 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder und zwölf Prozent der Vorstandsmitglieder Frauen.

    jeg/ae/dpa

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    Arbeitgeber, Gewerkschaften, Frauenquote, Niederlande