04:32 21 November 2019
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    Opioid-Krise: Johnson & Johnson wendet Gerichtsprozess mit Millionenvergleich ab

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    Wirtschaft
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    Dem US-Pharmariese Johnson & Johnson wird vorgeworfen, dass seine Opioid-Schmerzmittel eine große Medikamentenabhängigkeit in den USA hervorgerufen haben sollen. Nun hat das Unternehmen einen wichtigen Gerichtsprozess durch einen Vergleich abgewendet.

    Das Unternehmen teilte in der Nacht auf Mittwoch mit, sich mit zwei Bezirken im Bundesstaat Ohio auf Zahlungen von insgesamt 20,4 Millionen Dollar (18,7 Mio Euro) geeinigt zu haben.

    Johnson & Johnson kauft sich damit im ersten US-Prozess auf Bundesebene gegen Firmen frei, die mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängigkeit und Drogen-Epidemie beigetragen haben sollen.

    Der Konzern musste keine Haftung einräumen, bleibt aber mit zahlreichen ähnlichen US-Klagen konfrontiert.

    „Die Abfindung ermöglicht es dem Unternehmen, den Ressourcenbedarf und die Unsicherheit eines Prozesses zu vermeiden, während es weiterhin nach bedeutenden Fortschritten bei der Bewältigung der Opioidkrise im Lande sucht“, erklärte Johnson & Johnson.

    Mit Mallinckrodt, Endo International und Allergan hatten zuvor bereits drei andere Pharmakonzerne mit Vergleichen verhindert, beim Prozess auf die Anklagebank zu geraten.

    msch/tm/dpa

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    Ohio, USA, Gericht, Johnson & Johnson, Opioid-Sucht, Opioide