10:15 07 Dezember 2019
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    Rosneft-Zentrale in Moskau (Archivbild)

    Rosneft schließt alle neuen Export-Verträge in Euro ab

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    Wirtschaft
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    Die neuen Export-Terminverträge des russischen Ölproduzenten Rosneft, die das Unternehmen auf seiner offiziellen Webseite veröffentlicht hat, beinhalten den Euro als Standardwährung für die Zahlungen.

    „Die Standardwährung für die Zahlungen muss der Euro sein“, hieß es in einem der Verträge.

    Der Gesamtrechnungsbetrag werde gemäß dem auf dem Bloomberg Terminal BFIX veröffentlichten Referenzwechselkurs Euro-US-Dollar in Euro umgerechnet.

    „Rosneft hat früher den Euro als eine der Optionen vorgeschlagen, aber seit dem letzten Monat ist er die Hauptoption. Wir sind benachrichtigt worden, das ist aber trotzdem eine sichtbare Veränderung“, zitiert Reuters einen Trader.

    Der Euro ist nun nach Informationen der Agentur die Standardwährung für alle Exportverträge, darunter die für Rohöl, Ölprodukte, Petrochemikalien und Flüssiggas. Der Wechsel vom US-Dollar soll die Anfälligkeit des Konzerns gegenüber möglichen neuen US-Sanktionen verringern.

    Rosneft

    Rosneft und Tochterunternehmen des Konzerns fördern derzeit rund 40 Prozent des russischen Öls. Der Konzern zählt zu den weltweit führenden Produzenten und Exporteuren. Im ersten Halbjahr 2019 produzierte Rosneft 45,8 Millionen Tonnen Ölprodukte – Diesel, Benzin, Heizöl und diverse Petrochemie-Erzeugnisse. Knapp die Hälfte davon wurde nach West- und Südosteuropa sowie nach Asien ausgeführt.

    Russisches Exportöl wird hauptsächlich auf der Basis von Termingeschäften verkauft. Unter den größten Kunden von Rosneft sind British Petroleum (BP) und der schweizerische Rohstoffhändler Glencore.

    mo/gs/rtr

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    Tags:
    Rosneft, Euro, Russland