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12:56 19 Oktober 2019
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    Donald Trump verkündet ein Teilabkommen mit China nach einem Treffen mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten, Liu He. Washington, USA, der 11. Oktober 2019

    USA verschieben milliardenschwere Erhöhung von Strafzöllen auf chinesische Importe

    © AFP 2019 / NICHOLAS KAMM
    Wirtschaft
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    Die Vereinigten Staaten haben die für kommende Woche geplante milliardenschwere Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Importgüter ausgesetzt, berichten internationale Nachrichtenagenturen unter Berufung auf US-Präsident Donald Trump.

    Die Erhöhung der Strafzölle von 25 auf 30 Prozent um 250 Milliarden US-Dollar musste am 15. Oktober in Kraft treten. Unterhändler der USA und Chinas hatten am Donnerstag und Freitag über eine Beilegung des Handelskonflikts beraten.

    Washington und Peking haben sich nach Trumps Worten im Handelsstreit geeinigt. Die zwei Länder hätten sich auf ein Teilabkommen verständigt, das unter anderem die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen umfasse, sagte Trump am Freitag nach einem Treffen mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten, Liu He.

    China kauft US-Agrargüter

    Peking habe zudem zugesagt, Agrargüter im Wert von 40 bis 50 Milliarden Dollar zu kaufen, so der US-Präsident. Das werde „großartig für beide Länder“ sein.

    Sobald das Abkommen in der ersten Phase unterzeichnet sei, würden die Verhandlungen über eine zweite Phase fortgesetzt. Dann solle auch über den auf einer schwarzen Liste der USA stehenden chinesischen Telekomausrüster Huawei gesprochen werden.

    Laut dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer hat Trump noch nicht entschieden, wie es mit den für Dezember geplanten Zöllen weitergehe.

    Handelsstreit

    Der Handelskonflikt zwischen den USA und China dauert seit Sommer 2018 an. Die beiden größten Wirtschaftsnationen der Welt überziehen sich mit gegenseitigen Sonderzöllen, was die Weltwirtschaft bereits deutlich gebremst hat.

    Der Warenumsatz zwischen Washington und Peking geht vor dem Hintergrund des langwierigen Handelskrieges weiter zurück, gab die Pekinger Zollbehörde im September bekannt. Innerhalb von acht Monaten des Jahres 2019 belief er sich auf 355,6 Milliarden Dollar. Dies stellt im Vergleich zu demselben Zeitraum im Jahr 2018 ein Minus von 13,9 Prozent dar.

    Erbitterter Konflikt der USA mit Huawei

    Die Vereinigten Staaten haben Sicherheitsbedenken gegen die Ausrüstung des Huawei-Konzerns. Die US-Regierung wirft ihm vor, mit dem Militär und den Geheimdiensten Chinas zusammenzuarbeiten und Kunden auszuspionieren. Der Konzern weist die Anschuldigungen zurück.

    Im Mai hatte US-Präsident Donald Trump Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit durfte der weltweit größte Hersteller von Telekommunikationsgeräten ohne spezielle Genehmigung keine Komponenten mehr von US-Firmen beziehen.

    mo/ae/rtr

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    Tags:
    China, USA