Widgets Magazine
10:40 13 November 2019
SNA Radio
    Förderung der Fossilen Energie in Russland (Archiv)

    USA halfen zufällig Russland dabei, stärker zu werden – „The National Interest“

    © Sputnik / Ewgenij Bijatow
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    122763
    Abonnieren

    Die Vereinigten Staaten haben mit ihrer Politik unbeabsichtigt Russlands Energiesektor stabiler gemacht, berichtet das Fachportal „The National Interest“.

    Insbesondere sei dies den US-Sanktionen gegen Venezuela und den Iran zu verdanken, schrieb die Zeitschrift.  Außerdem hätten diese Sanktionen viele ehemalige Käufer venezolanischen und iranischen Öls dazu veranlasst, stattdessen russisches zu erwerben. Russland war als alternativer Lieferant ideal, da es genau wie die sanktionierten Länder schwerer Rohölproduzent sei. Dadurch wurde auch Moskaus Position auf dem Energiemarkt gestärkt.  

    Laut dem Fachportal war der zweite ausschlaggebende Faktor, der zur Stabilisierung von Russlands Energiesektor verhalf, der Handelskrieg zwischen den USA und China gewesen. Nachdem Peking den amerikanischen Flüssigerdgas-(LNG) Produzenten einen Vergeltungszoll auferlegt hatte, kauften chinesische staatliche Energieunternehmen Anteile an russischen LNG-Projekten in der Arktis.

    Laut Alexander Lukin, einem Experten im Fall China, sei Moskau ein wichtiger Partner Pekings. China profitiere außerdem von den Handelsspannungen zwischen den USA und Russland.

    Im Jahr 2016, fügte das Portal hinzu, hatte zudem Russland Saudi-Arabien als größten Erdöllieferanten an China abgelöst. Außerdem würde nach der Inbetriebnahme der „Kraft Sibiriens“ Ende dieses Jahres Russland jährlich 38 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach China pumpen. Damit wird Peking nach Berlin der zweitgrößte Gaskunde Russlands sein.

    „The National Interest“ schrieb außerdem, dass obwohl es um die europäischen Beziehungen zu Russland seit der Situation um die Krim schlecht bestellt, Moskau aber immer noch stark am Kontinent vertreten sei. Der russische Gasexport in Europa sei beispielsweise gestiegen. Gazproms Gasexportzahlen und der Anteil der Firma am europäischen Gasmarkt erreichten im Jahr 2018 Rekordhöhen.

    Und sobald die Pipelines „Nord Stream 2“ und „Turk Stream“ Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden, wird Russland weitere 86,5 Milliarden Kubikmeter jährlich nach Europa liefern.

    dg/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Russland, Venezuela, Iran, China