07:16 18 November 2019
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    Einsatz in Syrien: VW vertagt Entscheidung über Werk in der Türkei – Medien

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    Wirtschaft
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    Nach dem Einmarsch türkischer Streitkräfte im Nordosten Syriens vertagt der Volkswagen-Konzern offenbar die Entscheidung über den Bau eines neuen Werkes in der Türkei. Dies berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf verschiedene Quellen.

    Aus Sicht eines Großkonzerns wie Volkswagen, der mehr als eine Milliarde Euro investieren will, sorgt der türkische Einmarsch in Nordsyrien für unberechenbare Umstände, so die Zeitung. In diesem Umfeld könne es kein Votum für das Land geben, hieß es aus Konzernkreisen.

    Ein Sprecher der Firma teilte unter anderem mit:

    „Wir beobachten die Situation mit großer Sorge.“

    VW-Fabrik in Kaluga, Russland (Archivbild)
    © Sputnik / Michail Fomitschew
    Er verwies laut der Zeitung darauf, dass sich die Standortentscheidung in der finalen Phase befände. Zu weiteren Details habe sich VW nicht geäußert.

    Volkswagen hatte monatelang über das Werk verhandelt. Der Vertragsabschluss wurde dabei für Anfang Oktober in Aussicht gestellt. Volkswagen plante früheren Medienberichten zufolge, sein neues Werk in der Türkei nahe Izmir zu errichten.

    Türkische Offensive in Nordsyrien

    Die Türkei hatte am 9. Oktober ihre Offensive „Friedensquelle“ gegen die Kurden-Miliz YPG und die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“* in Nordost-Syrien gestartet. 

    Noch am ersten Tag der Operation flog die türkische Luftwaffe Angriffe auf die Stadt Ras al-Ain in der syrischen Provinz al-Hasaka sowie eine Reihe andere syrische Städte.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    ak/ap

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    Tags:
    Syrien, Einsatz, Izmir, Türkei, Werk, Volkswagen