08:11 18 November 2019
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    Bau der Gaspipeline Turkish Stream (Archiv)

    Gaspipeline Turkish Stream: Serbien auf Bulgarien angewiesen

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    Die termingerechte Inbetriebnahme einer Verlängerung der Gaspipeline Turkish Stream durch serbisches Gebiet hängt von Bulgarien ab. Das erklärte Serbiens Vizeregierungschef und Außenminister Ivica Dacic am Dienstag in Belgrad.

    Derzeit verlegt Serbien auf seinem Territorium eine Gasleitung von der bulgarischen Grenze bis Ungarn. Es geht um eine 402 Kilometer lange Abzweigung von Turkish Stream mit einer Durchsatzkapazität von bis zu 12,87 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr.

    Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hatte am Montag gesagt, er rechne mit dem Abschluss der Arbeiten auf serbischem Territorium wie geplant Ende des laufenden Jahres. Dabei zweifelte er daran, dass Bulgarien in der Lage sein wird, seinen Teil der Arbeiten termingerecht zu erfüllen.

    Für Ende Oktober ist ein Besuch von Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew in Serbien geplant. „Auf der Agenda steht unter anderem die wichtigste Frage, die die Gaspipeline betrifft… Aber da ist nicht Serbien, nicht Russland, sondern Bulgarien am Zug“, sagte Minister Dacic.

    Bulgarien nimmt Kredit über €150 Mio auf

    Das Unternehmen Bulgartransgaz - Betreiber des bulgarischen Gastransportsystems – hatte Anfang Oktober einen Wettbewerb unter Gläubigern über die Gewährung eines Kredits von 150 Millionen Euro angekündigt. Das Geld ist für den Ausbau des bulgarischen Gaspipelinesystems und für den Bau einer Fernleitung von der bulgarisch-türkischen zur bulgarisch-serbischen Grenze bestimmt.

    Turkish Stream: Inbetriebnahme Ende 2019

    Das Projekt Turkish Stream beinhaltet die Verlegung von zwei Strängen mit einer Durchsatzkapazität von je 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas auf dem Grund des Schwarzen Meeres zwischen Russland und der Türkei. Über den ersten Strang werden Abnehmer in der Türkei mit Gas versorgt. Der zweite Strang wird russisches Gas an Länder Süd- und Südosteuropas transportieren. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2019 geplant.

    Der Vorstandschef des russischen Gasgiganten Gazprom, Alexej Miller, hatte im Juni mitgeteilt, dass die Gastransportsysteme Serbiens und Bulgariens ebenfalls bis Ende 2019 ausgebaut werden sollen, um Gas aus der Leitung Turkish Stream aufzunehmen.

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    Termine, Bau, Turkish Stream, Ivica Dačić, Aleksandar Vučić, Bulgarien, Serbien