22:14 16 November 2019
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    Ostausschuss der deutschen Wirtschaft plädiert für Neustart der Beziehungen zu Russland

    © AP Photo / Stephen B. Morton
    Wirtschaft
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    Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft hat sich in einem Interview mit Reuters TV am Mittwoch für einen Neustart der Beziehungen zu Russland ausgesprochen.

    „Wir sollten uns in unserem Verhältnis zu Russland strategisch neu aufstellen“, sagte der Geschäftsführer des Ostausschusses/Osteuropaverein (OA), Michael Harms, in Berlin.

    Die EU-Sanktionen hätten keine russische Verhaltensänderung bewirkt, was ein strategisches Dilemma darstelle. Im Gegenteil, meint Harms:

    „Die Sanktionen haben dazu geführt, dass sich die russische Gesellschaft noch enger um Präsident Putin geschart hat“.

    Der Ostausschuss setzt sich laut Harms für einen möglichst schnellen Abbau der Sanktionen, weil Deutschland einen Großteil der Lasten trage und davon vor allem der Mittelstand betroffen sei.

    Ohne stärkere Beziehungen zu Russland drohe die EU zwischen den beiden Supermächten China und USA zerrieben zu werden, mahnte er.

    Sanktionen gegen Russland

    2014 warfen westliche Staaten Russland vor, sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine eingemischt und die Krim annektiert zu haben, die nach Ergebnissen einer Volksabstimmung auf der Schwarzmeer-Halbinsel wieder Teil Russlands wurde. Es wurden daraufhin mehrmals Sanktionen gegen Moskau verhängt. Seit geraumer Zeit wird allerdings in mehreren Ländern angemerkt, dass die Sanktionen nicht als geplant gewirkt hatten. Daher empfehlen viele Vertreter westlicher Wirtschaftskreise sowie einige Politiker, die Strafmaßnahmen abzuschaffen.

    msch/rtr

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    Tags:
    Sanktionen, Ostausschuss der deutschen Wirtschaft, Michael Harms, Russland