07:04 18 November 2019
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    Ölgewinnung in Russland (Symbolbild)

    Darum wird Russland möglichen Ölpreisabsturz überstehen – Finanzminister Siluanow

    © Sputnik / Ewgeni Bijatow
    Wirtschaft
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    Der russische Finanzminister Anton Siluanow hat gegenüber dem US-Fernsehsender CNBC die möglichen Folgen eines Ölpreis-Absturzes für Moskau kommentiert. Das Video des Interviews wurde auf der offiziellen Seite des Senders veröffentlicht.

    Im am Samstag publik gemachten Gespräch betonte der Minister, Russland habe „erhebliche Goldreserven“ im Wert von mehr als sieben Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) akkumuliert.

    „Ungeachtet dessen, wie die Sache mit den Ölpreisen aussieht, werden wir immer die finanziellen Mittel haben, um unseren Verpflichtungen nachzukommen“, so Siluanow.

    Sollte ein Barrel Erdöl selbst 30 oder 20 Dollar kosten, würde der Staat trotzdem im Stande sein, „seine Verpflichtungen im Laufe von drei Jahren ohne Schocks und Budgetprobleme zu erfüllen“.

    Allerdings bestehe die Aufgabe des Landes derzeit darin, seine Abhängigkeit von Weltpreisen für Energieträger zu reduzieren. Derzeit sei die russische Wirtschaft im wesentlichen Ausmaß mit Erdöl-Produktion und -Verarbeitung verbunden.

    Russlands Goldreserven

    Nach Angaben des Gold-Verbands World Gold Council (WGC) kaufte Russland im ersten Quartal dieses Jahres 55,3 Tonnen Gold. Somit belaufe sich die Gesamtmenge der Goldreserven des Landes auf über 2168 Tonnen, was 19 Prozent der gesamten Reserven entspreche. Im Jahr 2018 erwarb Russland 274,3 Tonnen Gold. Es war das vierte Mal in Folge, dass die Vorräte um über 200 Tonnen stiegen. Russland versuche damit, seine Reserven zu diversifizieren und seinen Bestand an US-Staatsanleihen abzubauen.

    mo/ae/sna

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    Öl, Anton Siluanow, Russland