21:59 16 November 2019
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    Microsoft-Stand auf einer Ausstellung in Moskau (Archivbild)

    Microsoft schlägt Amazon bei Milliardenauftrag für US-Militär

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    Wirtschaft
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    Der US-Technologieriese Microsoft hat einen Vertrag über zehn Milliarden US-Dollar (zirka neun Milliarden Euro) mit dem US-Verteidigungsministerium geschlossen und damit seinen Rivalen Amazon geschlagen. Das folgt aus einer Pressemitteilung des Pentagons.

    Wie es heißt, soll Microsoft das Projekt zum Aufbau eines Cloud-Systems für alle Teilstreitkräfte des US-Militärs übernehmen.

    „Heute hat das Verteidigungsministerium einen weiteren Schritt zur Umsetzung unserer Cloud-Strategie gemacht, indem es einen kommerziellen Vertrag über die Gewährung von Cloud-Informationsdienstleistungen mit Microsoft unterzeichnet hat“, heißt es.

    Um den Großauftrag hatten sich neben Microsoft und dem Onlinehandelsriesen Amazon auch der Software-Konzern Oracle und der IT-Dienstleister IBM beworben.

    Im vorigen Jahr war der Internetriese Google aus dem Bieterrennen ausgestiegen. Zudem hatte er die Absicht bekundet, den im Jahr 2019 ablaufenden Vertrag zur Verbesserung des Drohnen-Erkennungssystems nicht zu verlängern. Dabei berief sich der Internetriese auf ethische Bedenken. Google sei nicht sicher, ob das Projekt den eigenen Grundsätzen zum Umgang mit künstlicher Intelligenz entspreche.

    Konkurrenz zwischen Microsoft und Amazon

    Microsoft hat Amazon in letzter Zeit nicht nur im Rennen um den milliardenschweren Vertrag mit dem Pentagon geschlagen.

    Am Donnerstag hatte Amazon nach Marktschließung den Bericht für das dritte Quartal veröffentlicht, in dem die Senkung des reinen Gewinns für die drei Rechenschaftsmonate um 26 Prozent bis auf 2,1 Milliarden Dollar gemeldet wurde. Darüber hinaus erwies sich die Prognose hinsichtlich des Gewinns für das vierte Quartal niedriger als erwartet. Infolgedessen sanken die Unternehmensaktien bei den vorläufigen Auktionen um 6,75 Prozent im Preis. Nach Forbes-Angaben hat sich das Vermögen des Amazon-Chefs Jeff Bezos in diesem Kontext von 111 Milliarden Dollar auf 103,9 Milliarden reduziert; jetzt nimmt Microsoft-Gründer Bill Gates mit seinen 105,7 Milliarden Dollar den ersten Platz in der Liste der reichsten Menschen ein.

    Microsoft

    Die Microsoft Corporation ist ein internationaler Hard- und Softwareentwickler und ein Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Redmond, einem Vorort von Seattle im US-Bundesstaat Washington. Das im Jahr 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründete Unternehmen gilt weltweit als größter Softwarehersteller.

    ns/sb/sna

     

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    Drohnen, IBM, Konkurrenz, Jeff Bezos, Bill Gates, Amazon, Microsoft, Pentagon, USA