20:37 14 November 2019
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel in Indien am 2. November 2019

    Merkel sieht gute Chancen für deutsche Wirtschaft in Indien – und will Einwanderung vereinfachen

    © AFP 2019 / Handout / Delhi Metro Rail Corporation (DRMC) / AFP PHOTO / KING POWER
    Wirtschaft
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht gute Chancen für mehr deutsche Investitionen in Indien. Dies gelte etwa bei der Modernisierung der Infrastruktur wie dem Ausbau der Hochgeschwindigkeits-Zugverbindungen, sagte Merkel am Samstag bei der Jahreshauptversammlung der Deutsch-Indischen Handelskammer in Neu Delhi.

    Zugleich machte sich die Kanzlerin für einen neuen Anlauf für ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien stark. Ein 2007 begonnener Versuch für ein solches Abkommen war auf beiden Seiten 2012 unterbrochen worden.

    Laut Merkel will die Bundesregierung zudem die Einwanderung indischer Fachkräfte nach Deutschland vereinfachen.

    Auch sei eine Neuregelung beim Investitionsschutz nötig, nachdem die alte Regelung 2016 ausgelaufen sei. Die deutsch-indische Zusammenarbeit habe deutlich mehr Potenzial in der Zukunft als bisher. Mehr Zusammenarbeit solle es auch im Digitalisierungs-, Innovations-, Gesundheits- und Landwirtschaftsbereich geben, sagte die Kanzlerin. Merkel betonte ihren Einsatz für ein nicht protektionistisches, multilaterales Handelssystem. Dies wollten Indien und Deutschland gemeinsam stärken.

    Beim Klimaschutz und der innovativen Technologie würden Deutschland und Indien künftig stärker als bisher bei nachhaltigen Themen kooperieren, sagte Merkel, die betonte, dass beide Länder verlässliche Wirtschaftspartner seien.

    Deutsche Unternehmer halten sich mit Investitionen unter anderem wegen komplizierter bürokratischer Verfahren in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land zurück.

    Im Anschluss besuchte Merkel ein Werk des Automobilzulieferers Continental, der seit zehn Jahren mit Technologiepartnerschaften und Joint Ventures in Indien präsent ist. Continental beschäftigt mehr als 8000 Mitarbeiter an 15 Standorten. Darunter sind acht Werke für den indischen Markt und ein technisches Entwicklungszentrum, das globale Forschung unterstützt.

    Zum Abschluss ihres Besuchs in der indischen Hauptstadt wollte sich die Kanzlerin an einer solarbetriebenen Metrostation über Umwelt- und Energietechnik informieren. An der Station kommen auch mit Batterien betriebene E-Rikschas zum Einsatz.

    ng/dpa

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    Tags:
    Kooperation, Einwanderer, Deutschland, Indien, Angela Merkel