01:34 21 November 2019
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    Naftogaz-Chef Andrey Kobolew (Archivbild)

    „Ernstes Argument“ in Verhandlungen mit Russland gefunden – Naftogaz-Chef

    © AP Photo / Sergei Chuzavkov
    Wirtschaft
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    Die Trennung des ukrainischen Gasfernleitungsnetzes (GTS) von Naftogaz wird der Ukraine helfen, in dreiseitigen Verhandlungen mit Russland über den Gastransit ein ernstes Argument zu erhalten. Eine solche Meinung hat der Chef des Unternehmens, Andriy Kobolyev, auf seinem Facebook-Account geäußert.

    Kobolyev betonte, dass die Europäische Union - nachdem das GTS von Naftogaz getrennt wird -,  weiterhin von Russland verlangen könne, den Gastransit durch das ukrainische System aufrechtzuerhalten, da es dann Teil des gesamteuropäischen Energienetzes sein wird.

    Der Chef des Unternehmens ergänzte, dass für den Erfolg bei den Verhandlungen noch viel Arbeit geleistet werden müsse, insbesondere müssten Netzregelungen angenommen und Verträge zur korrekten Aufteilung der Unternehmensaktiva abgeschlossen werden.

    Die Werchowna Rada (das ukrainische Parlament) verabschiedete am 31. Oktober ein Gesetz über die Trennung des ukrainischen Gastransportsystems von Naftogaz. Dies wird der Ukraine ermöglichen, alle ihre Verpflichtungen zu erfüllen, um dem sogenannten Vertrag zur Gründung der Energiegemeinschaft beizutreten.

    Der laufende Vertrag über den Transit von russischem Gas durch das Territorium der Ukraine läuft Ende 2019 ab. Es war vorgesehen, dass die Exportlieferungen nach Europa ferner über die im Bau befindliche Nord Stream 2 Gaspipeline erfolgen werden, die die Ukraine umgeht. Allerdings laufen zurzeit trilaterale Verhandlungen mit Russland, der Ukraine und der Europäischen Union über die Verlängerung des Transitvertrags.

    ek/ng

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    Tags:
    Europäische Union, Russland, Ukraine, Trennung, Nord Stream 2, Naftogaz