08:40 10 August 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    32467
    Abonnieren

    Die Energiewirtschaft hat die Bundesregierung vor dem "Autogipfel" am Montag aufgefordert, Hürden für den Einbau privater Ladeinfrastruktur bei Elektroautos schneller abzubauen.

    Die neue Hauptgeschäftsführerin des Energieverbandes BDEW, Kerstin Andreae, sagte der Deutschen Presse-Agentur (DPA), bei der privaten Ladeinfrastruktur werde sich der Erfolg der Elektromobilität entscheiden.

    "Wir appellieren daher an die Regierung, den Vorschlag des Bundesrates für eine schlanke Anpassung des Miet- und Wohnungseigentumsrechts anzunehmen, anstatt sich bis Ende 2020 Zeit zu geben", so Andreae.

    Dabei geht es um Erleichterungen etwa beim Einbau von Ladestationen unter anderem in Tiefgaragen.

    "Insgesamt wäre es zielführend, wenn die Politik die Rahmenbedingungen für Elektromobilität schafft und die Ausgestaltung dann der Wirtschaft überlässt", so Andreae weiter. Elektromobilität gehe nicht ohne die Energiewirtschaft. "Wichtig ist, dass die Automobilindustrie künftig Informationen über die Anzahl und Art der erwarteten Neuzulassungen zur Verfügung stellen muss. Das ist eine Grundvoraussetzung für den bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur."

    350.000 Ladepunkte für zehn Millionen E-Autos

    Unverständlich sei, dass von der Regierung weiterhin das Ziel von einer Million öffentlicher Ladepunkte bis 2030 ausgegeben werde. "Nach unseren Berechnungen sind 350.000 Ladepunkte für die anvisierten zehn Millionen E-Autos vollkommen ausreichend."

    Der Verkehrsexperte des Umweltverbandes BUND, Jens Hilgenberg, sagte, allen Akteuren auf dem "Autogipfel" müsse klar sein, dass der Trend zu immer größeren, schwereren und leistungsstärkeren Autos durchbrochen werden müsse. Nachhaltige, zukunftsfähige Fahrzeuge müssten klein, leicht und sauber sein. Beim Aufbau der Ladeinfrastruktur sehe der BUND in erster Linie die Wirtschaft in der Verantwortung - weil Konzerne nach eigenen Bekundungen E-Autos im großen Stil verkaufen müssten, um CO2-Flottengrenzwerte einzuhalten.

    ai/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Rückkehr zur „alten Währungs-Union Europas“?: Goldgedecktes Geld – Nicht nur gut für Rentner
    Proteste in Weißrussland: Explosionen im Zentrum von Minsk gemeldet – Videos
    Mit Urlaubsbonus der Regierung: Migranten in Italien gehen auf Raubzug am Badeort – Medien
    Warum Kollaps der USA „unausweichlich ist“ und Russland „verschont bleibt“: Dmitry Orlov Exklusiv
    Tags:
    Ladestation, E-Autos, Energiewirtschaft