04:14 15 November 2019
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    Lebensmittel (Symbolbild)

    Acht deutsche Branchen reduzieren in ihren Lebensmitteln freiwillig Zucker- und Salzgehalt

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    Wirtschaft
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    Acht Verbände in der deutschen Lebensmittel-Industrie haben freiwillig zugesagt, Rezepturen zu ändern, damit Fertigprodukte weniger Zucker, Fett und Salz enthalten.

    Dieser Schritt entspricht der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz, die im deutschen Bundeskabinett vor fast einem Jahr beschlossen wurde. Mit den Zusagen verpflichten sich Hersteller dazu, bis 2025 schrittweise Rezepturen zu verändern.

    Verarbeitete Lebensmittel sollen laut einer Mitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) weniger Energie, Zucker, Fette und Salz, aber dennoch ausreichend Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Die Strategie hat einen Fokus insbesondere auf solche Produkte, die sich durch die Art ihrer Aufmachung an Kinder und Jugendliche richten.

    „Wir wollen die Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas und von damit einhergehenden Krankheiten in Deutschland senken. Ein zentraler Baustein, um dieses Ziel zu erreichen, ist unsere Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie“, zitiert das Amt die Ernährungsministerin, Julia Klöckner.

    Derzeit sind in Deutschland 47 Prozent der Frauen und 62 Prozent der Männer übergewichtig. Fast ein Fünftel der Erwachsenen ist sogar adipös, also krankhaft übergewichtig. Bei Kindern und Jugendlichen sind 15 Prozent übergewichtig, so die Behörde.

    Meist geht es in den bisherigen Vereinbarungen um weniger Zucker. So soll in Frühstückscerealien für Kinder eine Reduzierung um mindestens 20 Prozent erreicht werden, in gesüßten Milchprodukten für Kinder um 15 Prozent.

    Bei Tiefkühlpizzen geht es um weniger Salz. Angestrebt wird, den durchschnittlichen Gehalt über das gesamte Pizza-Sortiment bis Ende 2025 auf 1,25 Gramm pro 100 Gramm zu senken.

    Die Strategie ist laut BMEL ein in Europa einzigartiger Ansatz, denn Zucker, Fette und Salz werden in einer gemeinsamen Strategie behandelt.

    mo/sb/dpa

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    Julia Klöckner, Deutschland