07:34 06 Dezember 2019
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    Polen will langfristigen Vertrag mit Gazprom 2022 kündigen

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    Wirtschaft
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    Der polnische staatliche Öl- und Gaskonzern PGNiG will sein Ende 2022 ablaufendes Abkommen über Gasimporte mit dem russischen Gasriesen Gazprom nicht verlängern. Dies geht aus einer Mitteilung des polnischen Unternehmens hervor.

    Demnach übermittelte die polnische Firma Gazprom eine Mitteilung, der zufolge sie den sogenannten Jamal-Vertrag zum 31. Dezember 2022 kündigen werde.

    Das langfristige Abkommen zwischen PGNiG und Gazprom über Gaslieferungen nach Polen war bereits 1996 unterzeichnet worden. Gemäß den Bestimmungen des Jamal-Vertrags sind die Parteien verpflichtet, drei Jahre vor dem ursprünglichen Kündigungstermin, das heißt bis zum 31. Dezember 2019, bekanntzugeben, ob sie beabsichtigen, den Vertrag über 2022 hinaus fortzusetzen.

    Im vergangenen Jahr ist das Volumen der Gasexporte nach Polen um 6,4 Prozent auf 9,04 Milliarden Kubikmeter zurückgegangen.

    Warschau will LNG-Lieferungen aus den USA ausbauen

    Vor einem Jahr hatte PGNiG einen Vertrag mit dem US-Unternehmen Cheniere Marketing unterschrieben, der Flüssigerdgaslieferungen im Laufe von 24 Jahren vorsieht. Zwischen 2019 und 2022 soll Polen rund 0,52 Millionen Tonnen Flüssiggas (umgerechnet etwa 0,7 Milliarden Kubikmeter Gas nach der Regasifizierung) pro Jahr bekommen. Im Zeitraum zwischen 2023 und 2042 soll das jährliche Volumen des gelieferten Flüssiggases auf 1,45 Millionen Tonnen (umgerechnet 1,95 Milliarden Kubikmeter) steigen.

    Zuvor hatte der polnische Konzern ein Abkommen mit der US-Firma Venture Global LNG geschlossen, nachdem 2 Millionen Tonnen Flüssiggas (2,7 Milliarden Kubikmeter Gas nach der Regasifizierung) pro Jahr im Laufe von 20 Jahren nach Polen geliefert werden sollen.

    asch/ae/sna

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    LNG, Flüssigerdgas, Flüssiggas, Flüssiggas, Gaslieferungen, kündigen, Vertrag, Gazprom, Russland, Polen